Musikalische Hommage im Capitol
Bier führt in den Himmel

Res Richter, David Saam und Christoph Lambertz (von links) lieferten einen unterhaltsamen Abend ab, aus dem das Bier als der eindeutige Sieger hervorging. Bild: gf

Glaubt man diesen drei Künstlern, die am Freitag im Capitol auf der Bühne standen, dann müsste es das Bier bereits vor dem Urknall gegeben haben. So viel Bedeutung ermittelten sie für den Gerstensaft.

Christoph Lambertz, David Saam und Res Richter, drei Allrounder, wenn es um Musikinstrumente geht, erzählten beim Kultopf mit hintergründigem Witz Geschichten ums Bier, ohne das es die "Bieramiden" in Ägypten oder "Bieräus" in Griechenland nicht geben würde. Bier würde auch den Weg in den Himmel ebnen, so die Ansicht der Iren. Denn reichlich Biergenuss mache betrunken und müde. Wer müde sei, schlafe schnell ein, und wer schlafe, könne nicht sündigen. Wer aber nicht sündige, dem stehe der Himmel offen, und daraus die logische Folge sei: Wer viel Bier trinke, komme schnell in den Himmel.

Pech für die Römer


Bier sei auch schuld, dass die Römer empfindliche Niederlagen bei dem Germanen einstecken mussten. Als die Legionäre nach Norden zogen und die Alpen überquert hatten, sollen sie an der Isar Brotzeit mit warmem Leberkäse, frischen Brezen und einigen Maßen Bier gemacht haben. Zu gut habe ihnen das Bier geschmeckt, zu viel hätten sie getrunken, aber wenig hätten sie vertragen, und dann seien sie ordentlich verhauen worden. Bier und Liebe passten zusammen, und dann habe Bier auch noch staatstragende Bedeutung - man denke nur an die Politikerauftritte in Bierzelten, ohne Bier für die Zuhörer nur langweilige Ereignisse. Klar war, dass der Bräu bei den Kirchweihliedern sein Fett weg bekam, weil das Bier zu dünn geworden ist, und auch die nicht anwesenden Politiker blieben nicht verschont.

Musikalische Meister


Als wahre Meister an gefühlten 50 Instrumenten erwiesen sich Lambertz, Saam und Richter, die Klarinette, Ukulele, Saxophon, Geige, Bass und Quetschen ebenso beherrschen wie den Dudelsack und ein paar Gäste mehr verdient gehabt hätten.
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