Nach der Fusion zweier AWO-Kreisverbände
Das gemeinsame Ziel zählt

"Ohne Jubilare kann keine Organisation erfolgreich bestehen", würdigten Kreisvorsitzende und der Bezirksvorsitzende Siegfried Depold die Mitglieder (von links) Werner Feige und Ute und Achim Bender.
 
Der AWO-Kreisvorstand (von links): Reinhard Dütsch, Ursula Rähr, Kreisvorsitzender Martin Seibert, Gerlinde Müller, Richard Gaßner, Bezirksvorsitzender Siegfried Depold und Alfred Melchner. Bilder: fnk (2)

Die Verschlankung von Organisationen verläuft nicht immer ohne Probleme. Die Fusion der beiden Kreisverbände der Arbeiterwohlfahrt (AWO) für Amberg und Sulzbach-Rosenberg scheint hingegen ohne Reibungsverluste über die Bühne zu gehen.

Nach der Fusion zum Kreisverband Amberg-Sulzbach wurde die Tätigkeit erfolgreich fortgesetzt, betonte bei der Delegiertenversammlung im Gasthof Heldrich in Forsthof der wiedergewählte Vorsitzende Martin Seibert (Amberg). Das Thema Flüchtlinge sei dabei sehr wichtig, aber es gäbe darüber hinaus noch viele andere Baustellen im sozialen Bereich.

Oft entstehe der Eindruck, "dass die Welt aus den Fugen gerät", bekannte der stellvertretende Landrat Franz Birkl. Deshalb sei es gut, dass sich Organisationen wie die AWO im sozialen Bereich engagieren und Flüchtlinge betreuen. Dem schloss sich der Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg, Michael Göth, in vollem Umfang an.

Es funktioniert


In den vergangenen Jahren habe sich nach der Fusion der beiden Kreisverbände Amberg und Sulzbach-Rosenberg einiges getan, beschrieb der amtierende Vorsitzende, Martin Seibert, die Entwicklung. Die Schülerbetreuung wurde ausgebaut und das Ferienprogramm weiter betrieben. Dabei erfreuen sich die Sprachreisen nach England nach wie vor großer Beliebtheit. Mit der Schuldnerberatung bewältige der Kooperationspartner eine große Aufgabe. Von enormer Bedeutung seien auch die Einrichtungen des Bezirksverbandes, wie das Seniorenheim Antonius mit dem angegliederten mobilen Hilfsdienst und der Kinderkrippe in Sulzbach-Rosenberg.

Soziale Defizite erkennen


Auch die Schülerbetreuung des Ortsvereins Hirschau trage zur positiven Ausstrahlung der AWO bei. Grundlage dieses Erfolgs sei das Engagement des hauptamtlichen Personals wie ehrenamtlicher Mitarbeiter. Obwohl das Thema Flüchtlinge derzeit nahezu alle anderen Diskussionen überlagern würde, so Seibert, gebe es im gesamten sozialen Bereich von der Geburt bis ans Lebensende "noch viele andere Baustellen".

So fragte er in die Runde, ob eine gleichwertige Versorgung und Betreuung in den ersten Lebensjahren für alle gewährleistet sei, und Schulen wirklich alles leisten können, damit Jugendliche in ihrem künftigen Leben bestehen? Wie sehe es mit der Weiterbildung während des Arbeitslebens aus und wie verhindere man Erkrankungen, die durch Überlastung entstehen? Wer ist wann und wie gefährdet durch Altersarmut? Und ist es immer richtig, Aufgaben der Wohlfahrtspflege in private, auf Gewinn ausgerichtete Organisationen, auszulagern? Vor dem Hintergrund solcher Fragen werde die Arbeiterwohlfahrt weiter für soziale Gerechtigkeit kämpfen, Fehler im System anprangern und nach Möglichkeiten der Veränderung suchen.

Der Kassenbericht von Schatzmeister Reinhard Dütsch, die Überprüfung durch Irene Schmidt und die Entlastung des Vorstandes machte den Weg für turnusgemäße Neuwahlen frei.

Personalia
Vorstandswahl
Als Kreisvorsitzender wurde Martin Seibert im Amt bestätigt, seine Stellvertreter sind Richard Gaßner und Ursula Rähr. Schatzmeister bleibt Reinhard Dütsch mit Alfred Melcher als Stellvertretender. Schriftführer wurde Daniel Seibert, Stellvertreterin ist Gerlinde Müller.

Als Beisitzer wurden Werner Cermak, Günther Amann, Herman Kucharski, Gerhard Dehling, Irene Schmidt, Gabi Ott, Gerhard Bones, Jürgen Heindl, Simon Seibert, Werner Jahn und Christian Beyer gewählt. Als Kassenrevisoren fungieren Antonia Dütsch und Wolfgang Berndt.

Delegierte

Als Delegierte vertreten den Kreisverband bei der Bezirkskonferenz Ursula Rähr, Werner Cermak und Richard Gaßner. Ersatzdelegierte sind Antonia Dütsch und Alfred Melchner.

Ehrungen

Für 50-jährige Mitgliedsschaft wurde Werner Feige geehrt, für 30 Jahre erhielten eine Auszeichnung Ute Bender und Joachim Bender. (bt)
Weitere Beiträge zu den Themen: Arbeiterwohlfahrt (53)Kreisversammlung (5)
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