Nach internem Zoff unter zwei Irakern holt Polizei einen von ihnen ab
"Wer Gewalt anwendet, der geht!"

"Wer Gewalt anwendet, der geht!" Darauf weist die Polizei nach einem Vorfall hin, der sich bereits vergangenen Dienstagabend in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber am Rande der Altstadt - nicht in der neuen Notaufnahmeeinrichtung hinter der Berufsschule - zugetragen hat. Dort hatten sich zwei Iraker, 33 und 34 Jahre alt, in die Haare bekommen. Die Auseinandersetzung mündete darin, dass der Ältere seinem Kontrahenten einen Kopfstoß verpasste. Hinzugezogene Ordnungshüter schlichteten den Streit vor Ort zunächst und schrieben eine Strafanzeige.

Hinterher drängte die Polizei, in Kooperation mit Landratsamt und Regierung der Oberpfalz, auf die "räumliche Trennung" der Männer. Sie berief sich auf das Gewaltschutzgesetz von 2002. Dieses sieht vor, Streithähne, die in häuslicher Gemeinschaft leben, nach Angriffen wie dem geschilderten, auseinanderzubringen. Die Bezirksregierung hat deshalb gegenüber dem 34-Jährigen eine Umzugsaufforderung erlassen. Dieser wollte der Asylbewerber nicht Folge leisten. Zuvor hatte er, laut amtlichem Bericht, die Annahme dieses Papiers verweigert. Schließlich setzte die Polizei am Freitagnachmittag innerhalb der Vollzugshilfe die Umzugsaufforderung durch und brachte den Iraker in eine andere Unterkunft im Landkreis.
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