Neubaugebiet "Kropfersricht Nordwest" in Sulzbach-Rosenberg voll
„Bauplatz-Nachfrage gigantisch“

Der Run auf die Bauplätze ist in der Herzogstadt ungebrochen. Auch im Neubaugebiet im Umgriff des früheren Annaschachts, wie hier in der George-Williams-Straße, ist keine Parzelle mehr frei. Bilder: Royer (2)
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Sulzbach-Rosenberg
04.07.2016
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Zur aktuellen Situation im Baugebiet "Kropfersricht Nordwest", wo alle Parzellen entweder verkauft oder verbindlich reserviert sind, informierte Liegenschaftsverwalter Hans-Jürgen Winter (links) die SPD-Stadtratsfraktion.

Das Neubaugebiet "Kropfersricht Nordwest" scheint eine Erfolgsgeschichte zu werden. Hans-Jürgen Winter gab gegenüber der SPD-Stadtratsfraktion an, dass dort bereits 15 Parzellen verkauft und die restlichen sieben verbindlich reserviert seien. Somit hat die Stadt aktuell keine Bauplätze mehr im Angebot. Deshalb rückt ein neues Gebiet in den Fokus.

Der Leiter des Amtes für städtische Liegenschaften betonte vor Ort in Kropfersricht, dass bei den Bauwerbern ein Drittel nicht aus Sulzbach-Rosenberg kämen, was weitere Zuzüge generiere. Mittlerweile existiere für das Gebiet gar eine Warteliste, was die enorme Nachfrage nach Bauplätzen in der Herzogstadt widerspiegle.

Diese Botschaft hörten Fraktionsvorsitzender Achim Bender und seine SPD-Stadtratskollegen gerne, sahen sie doch darin eine positive Entwicklung für die gesamte Kommune. "Mit unserer Unterstützung wurden in den Baugebieten Oberschwaig II, Richard-Wagner-Straße und dem Gelände rund um den Annaschacht insgesamt über 100 Wohneinheiten geschaffen", erklärte Bender, der sich für zeitgemäße Städteplanung unter Berücksichtigung der Nachfrage aussprach.

Gegenüber Hans-Jürgen Winter erinnerten die Sozialdemokraten an ihren Grundsatz, neue Baugebiete an vorhandene anzuschließen und bestehende abzurunden. Deshalb sollten verstärkt Baulücken geschlossen und Grundstücke nachverdichtet werden - dafür müssten entsprechende Konzepte aufgestellt werden. Klar war der Runde aber auch, dass verschiedene Möglichkeiten bei Privatbesitz nicht in der öffentlichen Hand liegen. Hier seien dann die Besitzer gefordert.

Förderung für Familien


Bender verwies beim Gespräch auf das kommunale Langzeitprogramm der SPD, in dem die "wichtigen städtebaulichen Entwicklungsziele" festgeschrieben seien. Er nannte hier bei der Schaffung von Wohnraum die Fortschreibung und weitere Verbesserung des Baulandprogramms der Stadt, das den Kauf von Bauland durch junge Familien mit 1000 Euro pro Kind fördere.

Winter sah auch in "bezahlbaren Quadratmeterpreisen" eine wichtige Marke für die Attraktivität eines Neubaugebietes, da junge Familien den Großteil der Bewerber stellen. Deshalb werde auch gleich ein Spielplatz mit eingerichtet.

Einen zusätzlichen Trumpf sah der Fachmann in der guten Verkehrsanbindung über den ÖPNV, an die B 85 sowie an die B 14. Zügig komme man von Kropfersricht aus auch auf die Kreisstraße AS 35 (Europastraße). In Sachen Breitbandversorgung sei der Ausbau innerhalb des Förderverfahrens ebenfalls sichergestellt.

Neues Gebiet ausweisen


"Aktuell hat die Stadt nun keine weiteren Bauplätze im Angebot, was die Ausweisung eines neuen Baugebietes dringend erforderlich macht. Überall herrscht gigantische Nachfrage. Stephansricht, Annaschacht und Oberschwaig - alles ist voll", schilderte Winter die aktuelle Situation.

Nach Angaben von Achim Bender, werde der Stadtrat deshalb zeitnah versuchen, in "Kempfenhof-Ost" ein neues Baugebiet auf den Weg zu bringen. Dort seien bereits Flächen in städtischem Besitz, aber die Änderung bzw. Erweiterung des Flächennutzungsplanes stehe noch aus.

"Dort werden dann deutlich mehr Parzellen als in Kropfersricht entstehen, vielleicht können wir 2018 loslegen." Hans-Jürgen Winter ergänzte dazu, dass für dieses Areal im Stadtwesten bereits intensive Vorarbeiten laufen. (Zum Thema)
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