Neue Gleisüberführungen: Sulzbach-Rosenberg hält sich raus
Brückentage bei der Bahn

Die Durchfahrten unter der Bahnlinie Neukirchen-Weiden nahe der B 85 (im Bild) und 400 Meter weiter östlich nahe Forsthof haben die Planer der Bahn ins Visier genommen. Bild: ge
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2016
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Die gesamte Strecke kommt auf den Prüfstand: Nach und nach saniert die Bahn ihre in die Jahre gekommenen Gleisüberführungen auf den Linien von Nürnberg nach Amberg und Weiden. Zwei weitere Bauwerke stehen nun im Fokus.

Aufgrund "technischer Notwendigkeiten" ist eine Frischzellenkur für zwei Brückenbauwerke an der Strecke Neukirchen-Weiden ganz in der Nähe von Forsthof angedacht. Die Bahn hat nun bei der Stadt nachgefragt, ob in Sachen Durchfahrtshöhe und -breite spezielle Änderungswünsche vorliegen. Dabei ging das Unternehmen davon aus, dass die Stadt Baulastträger der Wege sei, die unter den Gleisen hindurchführen. "Tatsächlich ist der zur Brücke nahe der Bundesstraße 85 führende Weg aber nicht im Eigentum der Stadt," erklärte Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn in der Stadtratssitzung. Der zur zweiten Überführung führende öffentliche Feld- und Waldweg gehöre dagegen der Kommune.

Da beide Wege nicht ausgebaut seien, falle die Straßenbaulast nicht an die Gemeinde, sondern an diejenigen, deren Grundstücke über diese Routen bewirtschaftet werden, erklärte die Stadtbaumeisterin weiter. Bisherige Probleme mit den Abmessungen der Brücken seien dem Bauamt nicht bekannt.

Der Eisenbahnunternehmer müsse laut Gesetz seine Anlagen (und somit diese Überführungen) erhalten. Das umfasse auch die Erneuerung. Zunächst entfalle auf die Bahn die volle Kostenlast, berichtete Schöllhorn. Änderungswünsche vonseiten der Kommune hätten weitreichendere finanzielle Folgen nach dem Eisenbahnkreuzungs-Gesetz: "Hieraus können schnell Kosten in Höhe von mehreren 100 000 Euro entstehen", erläuterte sie. Da bei einer Vergrößerung der Brücke auch der künftige Erhaltungsaufwand für die Bahn größer würde, müsste dieser Mehraufwand ebenfalls ausgeglichen werden. Doch dies alles sei wohl nicht nötig: "Auch wenn die Fahrbahnbreite im Brückenbauwerk nur 3,90 Meter beträgt, besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine Notwendigkeit für ein Änderungsverlangen."

Die Stadträte beschlossen, kein Änderungsverlangen geltend zu machen. Die Beteiligten (also diejenigen, deren Grundstücke über den Weg bewirtschaftet werden) sollen aber informiert und gehört werden. Wann mit der Sanierung begonnen werden soll, steht noch nicht fest.
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