Neue Tore für das Feuerwehrhaus Rosenberg
Macht hoch die Tür', die Tor' macht weit

Die Holz-Falttore ragen in die Feuerwehr-Garage hinein und sind undicht. Sie müssen ersetzt werden. Favorit ist inzwischen allerdings ein anderes Öffnungssystem.

Die Feuerwehr braucht Platz, wenn sie ausrückt: Ihre Tore müssen schnell aufgehen und dürfen kein Hindernis darstellen. Im Rosenberger Feuerwehrhaus sollten die alten Falttore ersetzt werden. Doch jetzt gab es einen Sinneswandel. Und der Stadtrat musste finanziell nachlegen.

Dass die 25 Jahre alten Holz-Falttore im Rosenberger Gerätehaus nicht mehr ganz dicht sind, beweist jeder Windstoß, vor allem im Winter. Zudem ragen sie in geöffnetem Zustand in die Fahrzeughalle hinein und bergen so die Gefahr von Verletzungen. Also hatte der Stadtrat beschlossen, in den Haushalt 2016 den Betrag von 120 000 Euro für die Erneuerung der Falttore einzustellen.

Sektional ist besser


Zunächst favorisierten Feuerwehr und Bauamt auch neue, automatische Alu-Falttore, die Kosten wurden ermittelt. Nach Besichtigung der Amberger Feuerwache und des Feuerwehrübungsplatzes in Grafenwöhr setzte allerdings ein Umdenken ein:

Die Feuerwehr erkannte, dass automatische Sektionaltore, also solche, die beim Öffnen nach oben hin weglaufen, die weitaus bessere Alternative seien. Sie sind wartungsfreundlicher, bei Einsätzen kein Hindernis und dichten sorgfältiger ab. Sie wären finanziell sogar noch günstiger, aber: Fast sämtliche Versorgungsleitungen des Hauses führen in Tornähe unter der Decke entlang - sie müssten verlegt werden, wenn dort die Tore vorbeirollen.

Also gab es Informationsgespräche mit den Firmen Lenk und Hörmann sowie dem Statikbüro Pirner. Ergebnis: Technisch ist der Einbau von Sektionaltoren möglich, allerdings mit einem erheblichen Aufwand. Zur Verlegung der Leitungen weiter ins Innere sind viele Kernbohrungen im Beton nötig. Mehraufwand rund 54 000 Euro.

Die Stadtratsfraktionen hatten sich im Vorfeld natürlich mit dem Problem befasst und kamen zu einer einheitlichen Auffassung: SPD, CSU, FDP/FWS, Grüne und FWU zeigten sich überzeugt von der Notwendigkeit, hier Nägel mit Köpfen zu machen. Tenor: "Wenn wir schon Geld in die Hand nehmen, dann bauen wir auch was Sinnvolles ein!"

Stadtrat stimmt zu


Dem Vorschlag von Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn folgend, sollen noch 2016 die Ver- und Entsorgungsleitungen umverlegt werden (Auftrag per Ausschreibung), für 2017 würden dann die restlichen Haushaltsmittel von rund 54 000 Euro für den Einbau der automatischen Sektionaltore verbindlich eingeplant. Gegen eine Stimme erging der entsprechende Stadtratsbeschluss.
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