Neujahrsempfang, Vesper und Gottesdienst zum Fest des Ordensgründers
Zu Ehren des seligen Nardini

Den Gottesdienst in der Kapelle von St. Barbara zelebrierten Dekan Walter Hellauer (Mitte) mit Ruhestandspfarrer Lorenz Hägler (rechts) und Kaplan Franz Becher (links).

Die Pfarrei St. Marien und die Mallersdorfer Schwestern von St. Barbara feierten das Fest ihres Ordensgründers, des seligen Paul Josef Nardini. Nach dem Gottesdienst fand der Neujahrsempfang im Saal des Hauses statt.

Bei einer Vesper und dem Gottesdienst, den Dekan Walter Hellauer in der Kapelle von St. Barbara gemeinsam mit Ruhestandspfarrer Lorenz Hägler und Kaplan Franz Becher hielt, hob Hellauer die bei Nardini anzutreffende Verbindung von tiefem Glauben und sozialem Engagement als beispielhaft hervor. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von der Schola von St. Marien unter Leitung von Steffen Kordmann. Neben den Mallersdorfer Schwestern nahmen viele Gläubige am Gottesdienst teil.

Ein offenes Haus


Rudolf Ruppert, Vorsitzender des Caritasverbandes Sulzbach-Rosenberg, begrüßte die Gäste zum Neujahrsempfang im Haus St. Barbara. Der Verband, dessen Mitglieder die katholischen Pfarreien Ammerthal, Edelsfeld, Hahnbach, Königstein, Neukirchen, Sulzbach-Rosenberg (Herz-Jesu und St. Marien) sowie einige Privatpersonen sind, betreibt seit 50 Jahren das Haus St. Barbara. Es handle sich um ein offenes Haus für jedermann, der Hilfe und Betreuung von Bedürftigen, unabhängig von Herkunft oder Bekenntnis.

"Wir sind in der glücklichen Lage, keinen Gewinn erwirtschaften zu müssen. Alles, was erzielt wird, bleibt im Haus", unterstrich Ruppert. Die Wirtschaftlichkeit sei abhängig von der Auslastung und im Wesentlichen von den Kosten für das Personal. Das Haus sei stets sehr gut belegt, es könnten bis zu 130 Menschen untergebracht werden.

Die Mitarbeiter würden ausschließlich nach Tarif bezahlt, samt aller Zusschläge. Ferner gewähre die Caritas eine zusätzliche Altersversorgung, Die Fluktuation sei gleich Null. "Wir haben im Haus neben dem Pflegedienst und der Betreuung auch noch eine eigene Küche, eine Wäscherei und den hauswirtschaftlichen Bereich. Da sind täglich bis zu 95 Mitarbeiter tätig. Die Küche sorgt auch für Essen auf Rädern, das die Ökumenische Sozialstation täglich frisch in die Wohnungen bringt", fuhr Ruppert fort. Sein Dank ging an alle Mitarbeiter, die Mallersdorfer Schwestern und auch an alle ehrenamtlichen Helfer.

Das Fest des seligen Paul Josef Nardini, Gründer der Mallersdorfer Schwestern, habe man zum Anlass genommen, einen Rückblick auf 2015 zu halten und ins noch junge Jahr 2016 vorauszuschauen, sagte Heimleiter Wolfgang Rattai in seinem Jahresbericht beim Neujahrsempfang. Nach dem Pfortenumbau 2014, mit der Inbetriebnahme im Januar 2015, habe es danach keine Baumaßnahme gegeben.

Dennoch sei einiges los gewesen in St. Barbara: Veranstaltungen im Jahreslauf, die durch zahlreiche Vereine und Verbände liebevoll und individuell gestaltet werden, seien die Höhepunkte gewesen. Ob Faschingstreiben, Muttertagsfeier, Weinfest, Ausbuttern oder Gartenfest: "Jede Veranstaltung bringt Farbe und Leben ins Haus und wird von den Bewohnern gerne besucht", erläuterte Rattai.

Unbezahlbarer Einsatz


Den Ordensschwestern und allen Ehrenamtlichen, dankte er für ihren unbezahlbaren Einsatz in St. Barbara. Anschließend informierte Rattai über das 2015 beschlossene Gesetz, das alle in den stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland bis ins Jahr 2017 beschäftigen wird. Dieses sei nun zum l. Januar 2016 in Kraft getreten, solle die Versorgung der Pflegebedürftigen verbessern, Pflegende entlasten und die Finanzierung sichern. Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff werde die jahrelange Forderung nach Einbeziehung der Demenz in das Begutachtungssystem erfüllt: "Spannend wird sein, wie die finanzielle Grundlage in den Heimen nach dem 1. Januar 2017 aussehen wird." Darüber, so Rattai, könne sicher beim nächsten Neujahrsempfang berichtet werden.
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