Polizei im Sulzbach-Rosenberger Stadtrat:

Sogar die Friedhofsmauer musste für die wirren Parolen herhalten - der Gesamtsachschaden im Juni lag bei rund 10 000 Euro.
 
Polizeihauptkommissarin Stefanie Püttner und ihr Stellvertreter Michael Kernebeck unterrichteten den Stadtrat über die Sicherheitslage und die Zukunftsaussichten. Bilder: Gebhardt (2)

Das interessiert wirklich alle Bürger: Wie ist die Sicherheitslage? Beruhigend wirkten da die Aussagen der beiden Leiter der örtlichen Polizeiinspektion, Hauptkommissarin Stefanie Püttner und Hauptkommissar Michael Kernebeck, im Stadtrat. Allerdings gibt es schon Felder, auf denen die Polizei noch Luft nach oben sieht bei der Aufklärung.

350 Quadratkilometer groß ist der Dienstbereich der Sulzbach-Rosenberger Polizeiinspektion, etwa 37 500 Bürger leben darin, davon allein fast die Hälfte in der Herzogstadt. Die Kriminalitätsentwicklung allgemein verlaufe gleichbleibend, berichtete Stefanie Püttner, während die Aufklärungsquote stetig steige auf nunmehr 67 Prozent alleine im Stadtgebiet. Gewalt- und Straßenkriminalität seien ebenso rückläufig wie die Diebstahlsquote. Die Zahl beim Fahrradklau stagniere, während die Ladendiebstähle anstiegen. Die leicht sinkende Zahl der Wohnungseinbrüche führten Püttner und Kernebeck vor allem auf die massive Aufklärung, Vorbeugung und Mithilfe der Bevölkerung zurück. Angewachsen sei die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte, allerdings hauptsächlich zurückzuführen auf Computerbetrügereien im Internet.

Weniger Rauschgift


Mit der Entwicklung auf dem Rauschgiftsektor in der Kommune könne man im Überblick zufrieden sein, die Fallzahlen gehen zurück, erklärte Püttner. Bei den politisch motivierten Straftaten, hauptsächlich Schmierereien und Sachbeschädigungen, sei laut Tendenz für 2016 der linke Sektor stark gestiegen, die rechte Szene eher rückläufig.

Gewalt gegen Polizeibeamte nehme leider zu: "Unsere Kollegen müssen immer mehr Verletzungen und Beleidigungen erdulden", stellte die Leiterin der Polizeiinspektion bedauernd fest. Die Zahl der Verkehrsunfälle sei tendenziell steigend für 2016, allerdings nehme die Zahl der verletzten und getöteten Personen ab. Geschwindigkeit und Alkohol stellten nach wie vor die Hauptursachen bei den schwereren Unfällen dar: "Deswegen machen wir verstärkt Kontrollen!", verdeutlichten beide Ordnungshüter. Die leicht rückläufige Statistik bei Alkoholunfällen gibt ihnen da recht.

Michael Kernebeck blendete noch auf die Veranstaltungen 2015 und 2016 zurück und sah alles im grünen Bereich: Faschingszug, Frühlingsfest, Annabergfest, Altstadtfest, überall zufriedenstellende Sicherheitslagen. Auch bei den Asylbewerbern habe es keine Ausreißer gegeben, sie wirkten sich nicht oder kaum auf die Straftaten-Statistik aus. Kernebeck führte dies auch auf die wertvolle Arbeit der Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" zurück.

Serie aufgeklärt


Abschließend erinnerte er noch an die Serie mit Schmierereien im Stadtgebiet, die einen Sachschaden von rund 10 000 Euro verursacht hatte, und die aufgeklärte Diebstahlsserie in Gaststätten in Amberg-Sulzbach. Die Sicherheitslage im Stadtpark und am Friedhofsberg habe die Polizei durch stetige Streifen gut im Blick.

Bürgermeister Michael Göth und der Stadtrat dankten den beiden Beamten für ihre realistische Darstellung und die ausgezeichnete Arbeit der Inspektion mit ihren Beamten.
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