Positive Signale im Rohrwerk nach angelaufener Sanierung
Investitionen sollen kommen

Die Lkws vieler neuer Kunden sollen schon bald dem Wegweiser ins Rohrwerk folgen. Bild: Royer
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2016
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Gegenseitiges Vertrauen ist eines der Ziele, das sich Geschäftsführung und Belegschaft des Rohrwerks Maxhütte nach turbulenten Zeiten gesetzt haben. Bei einer Betriebsversammlung für die derzeit aktuell 455 Beschäftigten waren nach Angaben von Udo Fechtner, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg, durchaus positive Signale zur künftigen Ausrichtung des Röhrenherstellers zu vernehmen.

Aus einer existenzbedrohenden Situation heraus, war im Juni ein Sanierungstarifvertrag geschlossen worden, der unter anderem den Abbau von 111 Arbeitsplätzen nach sich zog. Anpassungen der Produktion und der Arbeitszeiten sowie die Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten sollten einhergehen.

Der damalige Geschäftsführer Dr. Stefan Weniger gab als strategischen Ansatz aus, höherwertige Produkte zu verkaufen, die höhere Margen haben und anspruchsvoller in der Produktion sind. Dazu sollte der Vertrieb gestärkt, aber auch die Produktion umgestellt werden.

Nach Angaben Fechtners habe die Geschäftsführung die ersten Schritte dazu eingeleitet. Die Auftragslage stimme zwar nicht zur Euphorie, stelle sich aber erwartungsgemäß dar. "Auch soll die Investition für die Anschaffung einer neuen 1000-Tonnen-Presse für den Warmbetrieb beschlossene Sache sein", so Fechtner weiter. Diese sei besonders wichtig, um bei der Herstellung der höherwertigen Produkte konkurrenzfähig zu bleiben.

Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König honorierte das Bemühen der Geschäftsführung, neue Aufträge und Kunden im Automobilbereich zu gewinnen. Auch sei zugesichert, dass sowohl im kroatischen Sisak als auch in Rosenberg konkurrenzlos investiert werde. Greifen Umstellungen und Investitionen, sei im Warmbetrieb durchaus die Erhöhung von 9 auf 14 Schichten denkbar.

"Dass ab 2017 wieder ausgebildet wird, ist uns ebenfalls sehr wichtig, damit für das Rohrwerk auch künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung steht", unterstrichen König und Fechtner. Für sie seien die Opfer schmerzhaft gewesen, aber man erlebe nun eine Aufbruchstimmung, die von der Geschäftsführung weiter begleitet werden müsse.
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