Präsident der TU München spricht vor Gymnasiasten
Begeisterung und Fleiß zählen

Die Besten von euch müssen Lehrer werden.

Die einzige Hochschule in Bayern, die sich Technische Universität nennen darf, sitzt in München. Vielleicht findet sich der eine oder andere Gymnasiast von heute dort als Student von morgen wieder. Interesse weckte bei einem Besuch in Sulzbach-Rosenberg kein Geringerer als der Präsident.

Professor Dr. Dr. Wolfgang Herrmann sprach bei den Schülern der Q11 und der Q12 des Herzog-Christian-August-Gymnasiums über "seine" TU. Schulleiter Dieter Meyer stimmte mit einigen Hintergrundinformationen auf den Vortrag ein. Nach seinem Chemiestudium habe Wolfgang Herrmann in nur zwei Jahren promoviert. Es dauerte dann auch nicht allzu lange, bis er seine Habilitation mit seinem ersten Lehrstuhl in Regensburg vervollständigt habe.

Wurzeln in der Oberpfalz


Der Vorstellung durch Meyer fügte Herrmann den Hinweis auf seine Wurzeln in der Oberpfalz hinzu. Genau gesagt lägen sie in Hahnbach: Von dort stamme auch seine "Lieblingscousine" Marianne Moosburger. Sie unterrichtet am HCA-Gymnasium und half mit, den Besuchstermin einzufädeln. An seine frühere Zeit im Landkreis knüpft Herrmann vor allem die Erinnerung an Traktorfahrten und Orgelspiel.

Als entscheidende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium an der TU nannte der Professor die Begeisterung für das Fach, den Fleiß und die Mathematik. Letztere stelle auch keinen Hinderungsgrund dar, solange die beiden ersten Komponenten hinreichend erfüllt sind.

"Die Besten von euch müssen Lehrer werden", ermunterte der Referent. Er betonte die hohe Bedeutung dieses Berufs und erwähnte die Lehramtsstudiengänge für MINT-Fächer an der TU München. Aus der Breite ihres Angebots griff er aber auch andere exemplarische Projekte heraus. Hinter GOCE verbirgt sich beispielsweise ein Satellitenprojekt, das anhand von mehr als 800 Millionen Messdaten und etwa 75 000 Parametern die Gravitationskonstante bis auf sechs Dezimalstellen genau bestimmen soll.

Pionierleistungen im OP


Zur TU gehörten auch Krankenhäuser, zum Beispiel das Klinikum rechts der Isar. Während einer 26-stündigen Operation, an der 40 Mediziner mitwirkten, sei dort die erste doppelte Arm-Transplantation der Welt gelungen. Ein russisches Baby mit einem angeborenen Herzfehler habe durch eine Bypass-Operation gerettet werden können. Dabei seien Nadel und Fäden zum Einsatz gekommen, die den Durchmesser eines menschlichen Haares nicht überschritten.

Großen Wert lege die Uni auf interdisziplinäre Zusammenarbeit. Herrmann erwähnte dazu die Entwicklung des eigenen E-Autos MUTE, an dem 300 Studenten und 60 Doktoranden sowie 21 Lehrstühle aus 8 Fakultäten beteiligt waren.

Nach dem Vortrag stand neben Herrmann auch die Leiterin der Studienberatung an der TU München, Andrea Kick, für Fragen bereit.

Zahlen und Fakten um die TU MünchenDie Technische Universität München bietet 165 Studiengänge an. Aktuell sind rund 39 000 Frauen und Männer eingeschrieben. Ihre Vorgänger an dieser Hochschule sammelten bis dato 13 Nobelpreise und diverse andere internationale Auszeichnungen ein.

Jährlich kommen mehr als 1000 Forschungsverträge mit der Wirtschaft zustande, wobei stets die TU die konkreten Ziele vorgibt. Das Budget der Universität beläuft sich auf 1,2 Milliarden Euro im Jahr. Neben der "Zentrale" in der bayerischen Landeshauptstadt unterhält die Uni noch Standorte im Forschungszentrum Garching mit seinem Hightech-Campus, in Weihenstephan in Freising und das Wissenschaftszentrum Straubing.

International kooperiert die Technische Universität mit mehr als 40 Partnern und unterhält einen großen Zweitstandort mit der TUM Asia in Singapur.
Die Besten von euch müssen Lehrer werden.Professor Wolfgang Herrmann
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