Rockabend und historische Bergleute beim traditionellen Ereignis – Stiber-Fähnlein und ...
Nasses Stollenfest trotzdem ein Erfolg

Diese fünf Bergmänner in mittelalterlicher Arbeitskluft waren natürlich auch im Schaustollen anzutreffen. Bilder: bmr (3)

Pünktlich zum 19. Stollenfest hatte sich der Sommer verabschiedet und der Himmel seine Schleusen geöffnet.Das zweite Jahr in Folge wurde das traditionsreiche Fest von der Historischen Gruppe Stiber-Fähnlein und dem Bergknappenverein ausgerichtet. Die Veranstaltung dient in erster Linie dazu, die Kosten zum Unterhalt des Schaustollens zu decken.

So wurde von den Einnahmen des letztjährigen Festes das marode Dach zum Schutz der alten Förderwägen und der Elektro-Lok erneuert. Als nächstes will man eine Runderneuerung des Schaustollens in Angriff nehmen. Schließlich soll die lange Tradition der Bergmänner in Erinnerung bleiben. Wer keinen Großvater in der Familie hat, der einem Geschichten aus früheren Zeiten unter Tage erzählen kann, hat hier eventuell eine Bildungslücke.

Damit das Fest auch in Zukunft ein Erfolg bleibt, versucht man in erster Linie die jüngere Generation anzusprechen. Dies gelang den Veranstaltern mit der Verpflichtung der Band "Garbage of Daydreaming" für den Samstagabend. Sie unterhielten ihr Publikum mit schnörkellosem Bluesrock aufs Beste. Tanja Weiß, Vorsitzende des Stiber- Fähnleins, bedankte sich in erster Linie bei den Bergleuten, die ihr Wissen an junge Menschen weitergeben, außerdem bei Dr. Jörg-Dietrich Dodenhöft für die Übernahme der Stromkosten.

Landrat Richard Reisinger würdigte das Stiber-Fähnlein für hingebungsvolle Arbeit an lebendiger Geschichte und damit verbundener Arbeit für eine bessere Welt. Bürgermeister Michael Göth erinnerte an die Rolle von Kaiser Karl IV., der den Sulzbachern 1353 einige wichtige Privilegien zusicherte. Darunter war auch die Genehmigung der Ausübung des Bergbaues. Zur Eröffnung eines Stollenfestes gehört natürlich auch ein Herbststollen, Schokostücke darin sollen das Erz darstellen, gebacken vom 2. Stiber-Vorsitzenden Wolfgang Fischer. Als echten Hingucker erwiesen sich noch fünf Bergmänner stilecht in originaler mittelalterlicher Berufskleidung.
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