Rotary-Club Amberg gibt 6000 Euro
Spende hilft jungen Flüchtlingen

Pädagogischer Leiter Stephan Hofstetter und Heimleiter Stefan Reither (von links) freuen sich über 6000 Euro. Auf dem Bild weiter von links: Rotary-Präsident Prof. Dr. Volkher Engelbrecht, Klaus Horn (Gemeindienstbeauftragter des Rotary-Clubs, Matthias Klama (Präsident Rotaract) und sein Stellvertreter Hubertus Herrmann. Bild: ksb

Dort zu helfen, wo Herz und Menschlichkeit gefragt sind, das hat sich der Rotary-Club Amberg auf die Fahnen geschrieben. Das beweist er auch in Sulzbach-Rosenberg. Und das nicht zu knapp.

Sulzbach-Rosenberg. (ksb) Als Teil der 1905 in Chicago gegründeten weltweiten Hilfsorganisation unterstützen die Rotarier immer wieder gemeinnützige Institutionen und soziale Projekte vor Ort, dieses Mal das Ernst-Naegelsbach-Haus, wo man sich nun über eine 6000-Euro-Spende des Service-Clubs freut.

Als moderner Jugendhilfeverbund unterstützt die Einrichtung Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Familien in schwierigen Situationen. Neben ambulanten Hilfen im Familienumfeld, einer heilpädagogischen Tagesstätte und vier Wohngruppen mit einer ganzjährigen Rund-um-die-Uhr-Betreuung finden seit August 2014 auch rund 80 jugendliche Flüchtlinge in der Oberpfalz ein Zuhause auf Zeit.

Krieg, Folter, Tod


Geflüchtet aus den heimatlichen Krisenregionen, um Krieg, Folter oder gar dem sicheren Tod zu entgehen, werden die Minderjährigen von pädagogischen Fachkräften in insgesamt drei Häusern - zwei davon in Amberg - ein Stück ihres Weges begleitet. "Das Erlernen der deutschen Sprache, aber auch gemeinsame Freizeitaktivitäten mit Gleichaltrigen, zum Beispiel das Fußballspielen im Verein, sind wichtige Voraussetzungen für die Integration der Jugendlichen", sagt Stefan Reither. "In einem sozialen Umfeld integriert zu sein, ist der Schlüssel für den Start in ein Leben mit Perspektive." Da ist sich der Heimleiter sicher.

Überzeugt von der wertvollen Arbeit, die das Sulzbach-Rosenberger Ernst-Naegelsbach-Haus für die jugendlichen Flüchtlinge Tag für Tag leistet, möchten die Rotarier rund um Präsident Prof. Dr. Volkher Engelbrecht Reither und seine Mitarbeiter helfen. Exakt 6000 Euro spendeten deswegen die Club-Mitglieder.

Motivierte Jugendliche


Von dem Geld sollen Kulturfahrten nach Berlin, ins Ruhrgebiet und zur Mecklenburgischen Seenplatte unternommen werden. "Unsere Jugendlichen sind hoch motiviert. Viele von ihnen sind sogar enttäuscht, wenn Schulferien sind. Sie wollen lernen, um sich hier in Deutschland etwas aufzubauen", ließ Stephan Hofstetter. "Ich freue mich, dass das Engagement, das sie an den Tag legen, mit derartigen Unternehmungen wertschätzen können", sagte der pädagogische Leiter.

"Integration ist nicht nur ein Wort, sondern muss gelebt werden", ergänzte Stefan Reither. Das sehen die Mitglieder von Rotaract Amberg, der Rotary-Nachwuchsvereinigung, rund um Präsident Matthias Klama ebenso. Aus diesem Grund werden sie die jugendlichen Flüchtlinge auf ihren Fahrten begleiten.
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