Sänger Ashonte Dolo Lee tritt am 11. März in der Hängematte auf
Vom Hip-Hopper zum Gesangstalent

Der gebürtige US-Amerikaner Ashonte Dolo Lee lebt seit 15 Jahren in der Oberpfalz. Nachdem er 2013 bei The Voice of Germany mitgemacht hat, ging seine musikalische Karriere nach oben - heute ist er ein gefragter Sänger. Bild: juh
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Sulzbach-Rosenberg
06.03.2016
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Ashonte Dolo Lee sitzt vor einem großen Bildschirm, links und rechts von ihm thronen gewaltige Lautsprecher. Auf dem Tisch steht ein Keyboard, an der Wand lehnt ein dunkelbraun-marmorierter Bass. Der 37-Jährige verbringt viel Zeit in seinem Aufnahmestudio, dass er sich in seiner Wohnung in der Herzogstadt eingerichtet hat.

Schon immer begeisterte den vierfachen Vater die Musik. Durch die Teilnahme bei der Sendung "The Voice of Germany" nahm seine Karriere Fahrt auf. Am 11. März gastiert der Musiker mit seiner Band Righteous Kill in der Hängematte. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt er von seinem Leben, seinen musikalischen Erfolgen und die Pläne für die Zukunft.

Herr Dolo Lee, Sie sind kein gebürtiger Sulzbach-Rosenberger. Wo kommen Sie ursprünglich her?

Ashonte Dolo Lee: Ich bin in den Vereinigten Staaten, in Georgia geboren. Vor etwa 15 Jahren wurde ich als Soldat in Deutschland stationiert. Hier lernte ich meine Frau kennen - eine echte Oberpfälzerin. Ich entschied mich, hier zu bleiben. Jetzt feiern wir bereits unseren 13. Hochzeitstag.

Wann haben Sie Ihre Leidenschaft zur Musik entdeckt?

Dolo Lee: Ich war ein typisches Kind der Hip-Hop-Generation. Mit elf Jahren habe ich angefangen, eigene Texte zu schreiben und zu rappen - aber hauptsächlich zu Hause. Durch diese Musik habe ich auch andere Genres wie den Grunge kennengelernt. Auch meine Mutter und meine Oma haben mich geprägt - beide leidenschaftliche Sängerinnen und aktiv im Kirchenchor.

Wie ging es musikalisch weiter?

Dolo Lee: Ich habe lange als Produzent gearbeitet. Dann passierte etwas, was mir meine Leidenschaft zur Musik fast genommen hat. Ich bekam ein Angebot von einem Plattenlabel. Doch das hat nicht funktioniert, es gab Probleme mit anderen Künstlern. Das war der Punkt, an dem ich mir gesagt habe: Jetzt reicht es, ich höre damit auf. Meine Freunde waren da anderer Meinung. Sie haben mir gesagt, ich solle unbedingt weitermachen, als Sänger Fuß fassen. Kurze Zeit später habe ich eine Werbung von The Voice of Germany gesehen. Das war ein Warum-nicht-Moment und ich entschied, mich zu bewerben. Monate später - ich hatte schon fast vergessen, dass ich teilnehmen wollte - habe ich die Zusage bekommen.

Sie schieden bei der Sendung kurz vor dem Einzug in die Live-Shows aus. Was hat Ihnen die Teilnahme persönlich und musikalisch gebracht?

Dolo Lee: Für mich war es wie das beste Sommer-Camp, das es gibt. Ich lernte unterschiedliche Künstler kennen - alles leidenschaftliche Sänger. Wir haben nach der Sendung abends im Hotel noch zusammen gejammt und uns ausgetauscht. In dieser Zeit habe ich meine Leidenschaft für die Bühne und die Musik wiederentdeckt. Es war auch eine Art Sprungbrett für mich. Zum einen vom Hip-Hop-Künstler zum Sänger, zum anderen bekam ich während und nach der Sendung viele Angebote.

Um welche Angebote handelte es sich?

Dolo Lee: Die Band Grand Slam suchte einen Sänger und fragte mich, ob ich das gerne machen würde. Natürlich wollte ich. Mittlerweile singe ich in fünf Bands, darunter in Righteous Kill - das ist mein Baby. Die Band gibt es seit eineinhalb Jahren. Im Moment versuchen wir, uns einen Namen zu machen - was gut funktioniert. Meine Bandkollegen Toby Mayerl (Keyboard), Michael Dandorfer (Gitarre), Frank Holderied (Schlagzeug), Peter Hayek (Bass), die Sängerinnen Mandy Wewer und Naomi Feld und ich haben uns auf eine Art rockigen Neo-Soul spezialisiert.

Was war bisher Ihr größter musikalischer Erfolg?

Dolo Lee: Meine Goldene Schallplatte. Das war ein Meilenstein in meiner bisherigen Karriere. Ich habe mich riesig darüber gefreut, gefeiert, aber dann hieß es - weitermachen. Ich bin kein Mensch, der sich auf Erfolgen ausruht oder deshalb ausflippt. Nur, wenn man immer weiter an sich arbeitet, bring man es zu etwas.

Wofür haben Sie die Goldene Schallplatte bekommen?

Dolo Lee: Ich war zufällig im gleichen Aufnahmestudio wie Rapper Kool Savas. Er spielte gerade sein Titellied für sein vergangenes Album ein. Eigentlich sollte ein Chor den Refrain übernehmen - der war aber noch nicht da. Deshalb hat er mich gebeten, den Part einzusingen - sozusagen als Platzhalter.

Meine Version gefiel ihm aber besser. So bleib meine Stimme auf dem Track. Die Platte bekam Gold, und ich dadurch auch. Für mich war dieses Erlebnis ein Zeichen, dass ich mit meiner Musik auf dem richtigen Weg bin und so weitermachen soll.

Was bedeutet Ihnen die Musik?

Dolo Lee: Musik bedeutet mir alles. Jeder, der mich kennt, verbindet mit mir automatisch auch Musik. Deshalb ist mir meine Band Righteous Kill so wichtig, denn da kann ich mich musikalisch ausleben und ausprobieren.

Sie treten mit Ihrer Band Righteous Kill am 11. März in der Hängematte in Sulzbach-Rosenberg auf. Auf was dürfen sich die Besucher freuen?

Dolo Lee: Wir bieten ihnen Soul vom Feinsten - aber auf funkige, spritzige Art. Die Besucher werden Musik hören, die sie so noch nicht kennen. Wir machen definitiv andere Sounds als viele andere Bands - dadurch heben wir uns ab.
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