Sanierungspläne für den Förderturm der ehemaligen Erzgrube am Annaschacht
Erbe der Stadt bewahren

Das Areal rund um den alten Förderturm am Annaschacht bedarf dringend der Neugestaltung. Auch die Gleise rechts im Vordergrund werden darin einbezogen. Bild: Gebhardt
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
21.02.2016
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Nun kommt Bewegung in die Sache: Seit Dezember ist beschlossen, ihn in die Denkmalschutzliste der Stadt aufnehmen zu lassen. Für den Förderturm der ehemaligen Erzgrube am Annaschacht werden auch entsprechende Zuschussanträge gestellt. Für 2016 ist die Sanierung vorgesehen.

Schon des Öfteren hatte sich der Stadtrat mit dem Relikt aus Bergbauzeiten beschäftigt. Kritik gab es aus Bergmannskreisen an der nach ihrer Ansicht nicht angemessenen Behandlung der geschichtlichen Hinterlassenschaften. Deswegen stimmte der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss jetzt der entsprechenden Verwaltungsplanung zu.

Zügig angehen


Zunächst will man in diesem Jahr die Sanierung des Stahl-Kolosses in Angriff nehmen. Dann soll sich zügig die Neugestaltung des Umfeldes anschließen - dies wird allerdings erst 2017 möglich sein. Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn stellte im Ausschuss die künftige Gestaltung des Umfeldes vor: Es werde zunächst ein Übergang von der Dr.-Fritz-Pirkl-Straße zur Straße Am Förderturm geschaffen und der Weg, soweit möglich, beidseitig mit Grün eingefasst.

Optisch darstellen


An diesem Weg liege ein kleiner Platz mit einem Baum in der Mitte und zwei Ruhebänken. "Im Betonboden rund um den Förderturm herum soll der runde Förderschacht optisch dargestellt werden, zum Beispiel aus Granitkleinsteinpflaster", kündigte die Stadtbaumeisterin an. Die Betonoberfläche selbst werde belassen, aber gereinigt.

Andere Töpfe


Das alte Gleis, das auf der Ostseite noch in einem Stück von 15 Metern existiert, kommt ebenfalls wieder zur Geltung: Hier soll einmal die bereits restaurierte alte Lokomotive der früheren Erzgrube stehen, die zwei Förderwagen, Hunte genannt, angekoppelt hat.

Eine Schautafel gibt dann Auskunft über alle wichtigen Informationen zu diesem Industriedenkmal und dem Annaschacht selbst. Drei kleinere, rotlaubige Bäume runden den Ostteil des Areals ab. Die westliche Seite, so die abschließende Auskunft, werde zur Enzmann-Straße hin mit einem Zaun abgegrenzt, um die Entstehung von Trampelpfaden zu vermeiden.

Dr. Thomas Steiner (SPD) fragte nach der ursprünglichen Planung für einen Kinderspielplatz an dieser Stelle, doch Bürgermeister Michael Göth erteilte dem eine Absage: "Hier werden wir eine andere Stelle finden als den alten Förderturm.!"

Wegen einer möglichen Förderung zur Umfeldgestaltung hat die Stadt bereits bei der Landesarbeitsgemeinschaft Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach angefragt - die lehnte aber leider ab, informierte Petra Schöllhorn. Doch es seien noch andere Fördertöpfe möglich, hier wird die Entscheidung im März erwartet. Die Mitglieder des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses nahmen die Konzepte zur Kenntnis und stimmten alle der Planung zu. Damit ist der Weg frei für den Arbeitsbeginn.
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