Schon seit zwei Jahren keine Antwort von der DB Netz AG
Langes Warten auf die Bahn

Nur rund 55 Quadratmeter fehlen an der linken Straßenseite, um den Gehsteig fortzusetzen - doch die Netz AG rührt sich nicht. Bilder: Gebhardt (3)
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Sulzbach-Rosenberg
12.04.2016
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Die unendliche Geschichte ist ein Klassiker - nicht nur in der Literatur. Auch die Deutsche Bahn schreibt an einer Fortsetzung mit. In Obersdorf will die Stadt aus Sicherheitsgründen einen Bürgersteig in der Frohnbergstraße anlegen. Dazu bräuchte sie aber ein paar Quadratmeter Grund von der DB Netz AG. Das Gesuch wurde bisher noch nicht beantwortet - gestellt hat die Stadt es übrigens vor genau zwei Jahren.

Die Bahn und die Brücken - das ist eine ganz besondere Sache. Sulzbach-Rosenberg liegt nun einmal entlang der Eisenbahnlinien, entsprechend sind die Berührungspunkte. Im Stadtgebiet gibt es insgesamt neun Stellen, an denen der Autoverkehr unter den Gleisen hindurchführt. Von Westen her sind das:

Prangershof und Seidersberg: Hier gibt es wenig Frequenz und deshalb keine Probleme mit der Breite.

Nürnberger Straße: Seit Jahrzehnten großzügig ausgebaut.

Hofgartenstraße: Die Brücke über den Autobahnzubringer ist die größte und breiteste im Stadtgebiet.

Hitzelmühle: Nur einspurig befahrbar, hier steht demnächst eine Vorrangregelung an, wer zuerst fahren darf - wie in Rosenberg.

Erzhausstraße: Ebenfalls nur einspurig, aber seit langem mit Vorrang-Regelung.

Lohe: Ausgebaut und auch Lkw-tauglich.

Obersdorf-Frohnbergstraße: Einspurig, ohne Fußgängerweg, seit kurzem aber wenigstens beleuchtet.

Großalbershof: Seit September 2015 ist die neue Einfeld-Brücke im Bau, die Straßenverbindung nach Iber gesperrt noch bis mindestens Ende April.

An Neubauten ist derzeit außer Großalbershof nichts angekündigt seitens der Bahn, weiß Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn. Hier ist interessant, wie eine Mitsprache der Stadt bei einem Neubau aussähe: Eine gewünschte Verbreiterung hätte sich die Bahn mit weit über 100 000 Euro Beteiligung bezahlen lassen - für die Stadt nicht finanzierbar. Und in Obersdorf sorgen sich Anwohner und Stadträte seit langem um die Sicherheit der Fußgänger, speziell der Kinder. 55 Meter sind es vom städtischen Grund auf der Westseite der Frohnbergstraße bis zur Unterführung. Dann beginnt der Bahn-Grund, der benötigt würde. Den Gehweg auf die Fahrbahn zu verlagern, würde diese zu weit einschränken.

Mittel wären da


Also fragte die Stadt bei der DB Netz AG wegen des Erwerbs von 55 Quadratmetern (!) an. Das war am 10. April 2014. Seither ist Ruhe, es kam nie eine Antwort. Die Mittel für den Gehsteig sind zwar im Haushalt eingestellt, aber mangels Kommunikation mit dem Grundbesitzer liegen sie wohl noch länger auf Eis. Sicherheit bleibt in Obersdorf an dieser Stelle also nach wie vor eine Hoffnung.

Weitere Informationen:

Karte bietet Übersicht zum Zustand aller bayerischen Bahnbrücken
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