Schwester M. Silana feiert im Caritas-Haus St. Barbara ihre goldene Profess
„Für Arme und Kranke da sein“

Schwester Silana (vorne, Mitte) feierte im Caritas-Haus St. Barbara ihr 50-jähriges Ordensjubiläum. Bild: thl

In einem Alter, da viele Menschen den Ruhestand genießen, arbeitet Schwester Silana nach wie vor für die Senioren in St. Barbara. Vor einigen Tagen beging sie ein besonderes Jubiläum.

Grund zur Freude gab es am Sonntag in der Pfarrei St. Marien. Schwester M. Silana feierte im Caritas-Haus St. Barbara ihre goldene Profess. Den Festgottesdienst zelebrierten Dekan Walter Hellauer und Kaplan Franz Becher in der Kapelle von St. Barbara. Musikalisch gestalteten ihn der Kirchenchor St. Marien, die Solistinnen Sabine Morgenschweis und Maria Boßle, Schwester Felicitas an der Geige und Benedikt Boßle an der Orgel.

1960 Eintritt in Mallersdorf


Der Selige Paul Josef Nardini gründete 1855 den Orden der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie, heute als Mallersdorfer Schwestern bekannt. Vor 50 Jahren habe sich Silana dieser Gemeinschaft angeschlossen. Sie habe sich damit verpflichtet, "für Arme und Kranke, am Leben Gescheiterte und Verzweifelte, von der Gesellschaft Ausgestoßene und Unterdrückte da zu sein, wie es in der Satzung ihrer Kongregation heißt", erklärte Dekan Hellauer.

Ihre Gedanken gingen zurück an die Menschen, die ihr den Glauben schenkten; ihre Eltern und Großeltern, Paten, Priester und Lehrer. Nach dem Entschluss, Ordensfrau zu werden, trat sie am 1. Dezember 1960 in Mallersdorf ein.

Sie absolvierte die Ausbildung zur Krankenschwester in St. Maria und wurde Stationsleiterin in der Katholischen Akademie für Krankenpflege. 1967 bis 2005 arbeitete sie im Kreiskrankenhaus Mühldorf und kam dann als Oberin von St. Barbara nach Sulzbach-Rosenberg.

Der Geistliche betonte: "Während die meisten ihrer Altersgenossen den wohlverdienten Ruhestand genießen, treibt die Liebe Christi Schwester Silana weiterhin, für ihren Nächsten da zu sein, diese Liebe Christi den ihnen Anvertrauten in St. Barbara täglich neu erfahrbar werden zu lassen."

Der Wunsch des Dekans


Auf zwei große Hoffnungsgestalten Israels und der Kirche, Maria und Elisabeth, wies der Dekan hin, als er sagte: "Liebe Jubilarin, zu ihrem heutigen Festtag wünsche ich ihnen und uns allen eine Hoffnung, die sich wie die Hoffnung Elisabeths und Mariens von nichts und niemandem unterkriegen lässt." Vor allem aber wünschte er sich, "dass auch morgen noch Frauen und Männer in der Nachfolge Jesu das Glück ihres Lebens finden werden, dass geweihtes Leben, Ordensleben, Zukunft hat".

Nach dem Lied "Großer Gott wir loben dich" und dem Segen dankte die Jubilarin für den feierlichen Gottesdienst und die mutmachenden Worte. Sie freute sich, dass Gebietsoberin Schwester Antonia und ihre Mitschwestern Elsbeth und Cortona den besonderen Tag mit ihr begingen. Anschließend lud sie alle zum Stehempfang ein.
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