Schwimmunterricht für Klau-Kirwabursch
Eiskalte Rache wegen Bätz „Willi“

Der Breitenbrunner, der versuchte, den Bätz zu klauen, bekam von den Rosenberger Kirwaleit eine Runde kostenlosen Schwimmunterricht im kalten Rosenbach spendiert. Am Ende trugen es alle mit Humor. Bild: rlö
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
04.09.2016
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Ja so sans, die Kirwaleit. Spaßig, trinkfest, freundlich und eigentlich ganz friedlich. Aber alles hat seine Grenzen. Auch und ganz besonders bei den Rosenbergern. Eine der Insignien zu schänden oder gar zu entwenden, steht unter Höchststrafe. Das gilt auch schon für den Versuch. Da ist Rache schnell Blutwurst oder, wie im gestrigen Fall, nass und schweinekalt. Was geschah? Wollte doch glatt ein Bursch aus dem benachbarten Breitenbrunn den Willi klauen, seines Zeichens der Bätz von Rosenberg.

Sein Plan war perfide. Getarnt als Rosenberger Kirwabursch, mit eigens dafür angefertigtem, nahezu originalgetreuem Kirwa-T-Shirt am Leibe, marschierte er zum Wohnort von Willi nach Kropfersricht. Dort wird das edle Tier liebevoll von seiner Besitzerfamilie gehegt und gepflegt. Schließlich ist das Fest ohne das Urviech unvorstellbar. War es eine Eingebung des Kirwagottes oder einfach nur eine kurze verräterische Unsicherheit beim Auftritt des Abholers? Wie auch immer, Willis Pflegefamilie roch den Braten und verhinderte in letzter Sekunde seine Entführung.

Die Strafe für so viel kriminelle Energie folgte gleich nach dem Austanzen am Sonntagnachmittag. Einige kräftige Rosenberger Burschen packten den Übeltäter, schleppten ihn schnurstracks über die Hauptstraße zum Rosenbach und warfen ihn auf Höhe eines Gärtnereibetriebes in die Fluten. Da stand er nun, der arme Sünder, tropfnass und um die Erkenntnis reicher: Den Bätz zu klauen, oder es auch nur zu versuchen, das lässt man künftig lieber sein. (blm)
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