Sicherheitstraining: Schüler setzen Promille-Brillen auf
Wie im Rausch

20 Hütchen und fünf Linien sah der Schüler durch die Rauschbrille. Das Sicherheitstraining des ADAC machte die Zehntklässler nachdenklich. Kurz bevor sie mit Fahrstunden beginnen, haben sie aber bereits eines gelernt: Entweder man trinkt oder man fährt. Bild: cog
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Sulzbach-Rosenberg
02.02.2016
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Alkohol, Drogen und Medikamente machen abhängig und verändern das Bewusstsein. Vor allem die Wirkungen von Alkohol sind sehr gut erforscht: Das Zellgift greift in die Entwicklung ein. Wer getrunken hat, wird motorisch unsicher, sieht doppelt, und sein Gesichtsfeld ist eingeschränkt.

Die Klassen 10S und 10F des Herzog-Christian-August-Gymnasiums konnten bei einem Sicherheitstraining mit dem ADAC ohne Gesundheitsgefährdung ausprobieren, wie sich ein Rausch anfühlt. Dazu hatte Dagmar Mayer vom ADAC Nürnberg Rauschbrillen mitgebracht, die eine Blutalkoholkonzentration von 0,8 Promille und 1,3 Promille simulieren. "Oh Gott", sagte ein Mädchen, als es die 0,8-Promille-Brille aufsetzte. Derart "betrunken" versuchte die junge Dame, einer Straße zu folgen, die Mayer auf dem Boden markiert hatte. Sie musste Pylonen aus weichen, eine enge Einfahrt bewältigen und vom Fußboden ihren Schlüssel aufheben. Es war also eine normale Heimfahrt nach einer Feier, aber durch die Rauschbrille war sie eine nicht zu bewältigende Herausforderung. Ein Schüler, der die 1,3-Promille-Brille trug, sagte: "Man sieht da 20 Hütchen stehen und fünf Linien."

Ein anderer sah doppelt und kam mit seinen vier Füßen nicht klar. Kein Wunder, dass die Jugendlichen neben der Linie taumelten und haltsuchend in die Luft griffen. Mayer erläuterte die verheerenden Folgen, die Alkohol, Medikamente und Drogen im Straßenverkehr haben. Sie erklärte, was die Schüler zu ihrer eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer tun können, um Unfällen vorzubeugen.
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