Sozialstation setzt sich für Hausnotrufgeräte ein
Wenn Leben am Knopf hängt

Im Betreuungs-Stamm der Ökumenischen Sozialstation Sulzbach-Rosenberg nutzen 78 Patienten einen Hausnotruf. In einer Notlage genügt ein Knopfdruck am Basis- oder Mobilgerät, um Hilfe herbeizurufen. Bild: hfz

Kleine Lebensretter rücken an jedem Freitag mit der Unglückszahl 13 in den Fokus. Die Rede ist von Rauchmeldern, die im Brandfall wertvolle Hilfe leisten. Dieses Thema ist auch der Sozialstation wichtig, steht doch bei ihr das Wohl der Patienten über allem. Deshalb gibt es dort seit einiger Zeit einen Hausnotruf. Und jetzt sorgt ein ausgefeiltes Duo für weitere Verbesserungen.

Caritas-Geschäftsführer Günter Koller führte im Vorfeld des "Rauchmelder-Tages" am Freitag eine Gesprächsrunde mit Teilnehmern zusammen, denen die Gesundheit der alten und kranken Menschen besonders am Herzen liegt. Neben den Feuerwehrkommandanten Armin Buchwald und Jürgen Schloß tauschten sich Alexandra Pirner von der Pflegedienstleitung sowie Carsten Jakimowicz vom Malteser-Hilfsdienst zum Thema Hausnotruf aus.

Besondere Risikogruppen


Schnell machten die Experten deutlich, wie wichtig der Einsatz dieser über Festnetz oder Mobilfunk gesteuerten Geräte im Ernstfall sei. Gerade Senioren gehörten hier besonders zu Risikogruppen, sei es aus Krankheitsgründen oder wegen Gefährdungen durch Wohnungsbrände.

Die schnelle und unkomplizierte Benachrichtigung von Pflegepersonal, Rettungskräften oder Feuerwehr habe sich bereits vielfach ausgezahlt. Es wäre deshalb wünschenswert, dass sich die Verbreitung der Hausnotrufgeräte weiter steigere.

Wie Günter Koller und Alexandra Pirner von der Ökumenischen Sozialstation informierten, nutzen 78 ihrer Patienten ein Hausnotrufgerät (HNG), das vom Malteser-Hilfsdienst installiert und gewartet wird. Noch sicherer wird das häusliche Umfeld jetzt durch die Kombination mit einem Rauchmelder, der per Funk über das HNG automatisch die Hausnotrufzentrale der Malteser alarmiert - auch hier würden sich, so die übereinstimmende Meinung, die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich erhöhen. Die beiden Feuerwehrkommandanten zeigten sich beeindruckt von der Kombi. "Darin verbirgt sich eigentlich ein komplettes Brandmeldesystem mit vielen Ausbaumöglichkeiten", ergänzte Armin Buchwald. Dies sei umso bedeutender, da jährlich bis zu 500 Menschen durch Wohnungsbrände ums Leben kommen.

Tod im Schlaf


Vor allem nachts seien diese Brände besonders tückisch, weil dann auch der menschliche Geruchssinn schlafe. Die tödlichen Rauchgase würden im Schlaf nicht wahrgenommen, die Opfer werden bewusstlos und ersticken. "In Bayern müssen deshalb auch bestehende Wohnungen bis spätestens 31. Dezember 2017 mit Rauchmeldern nachgerüstet sein", gab Jürgen Schloß zu bedenken.

Nähere Informationen zum Hausnotruf und den Kombinationsgeräten bei der Ökumenischen Sozialstation, Hofgartenstraße 10, Sulzbach-Rosenberg, 09661/87 60 00.
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