SPD-Arbeitskreis 60plus informiert sich über Energieeinsparung
Auf der Jagd nach Stromfressern

Mit welcher Glühbirne kann ich Strom einsparen, fragte ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf. Bild: hfz

Energiewende ja, aber dafür sind andere zuständig. Dass dies nicht der Fall ist, sondern jeder einzelne seinen Beitrag leisten kann, das stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung des SPD-Arbeitskreises 60plus.

Wer hat sich noch nicht über die steigenen Strom- und Heizrechnungen geärgert? Wie man Abhilfe schaffen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun kann, darüber zeigte beim Monatstreff 60plus im Altstadtcafé der Geschäftsführer des Zentrum für erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf, Gerhard Kopf, Wege auf.

Denn bei der Energiewende sind nicht nur Betriebe und große Firmen gefragt, sondern jeder einzelne Haushalt. Da das Thema "Wie spare ich Energie ein?" für jeden interessant sei, habe man sich entschieden, darüber zu informieren, bekundete die Vorsitzende Helene Schwarz.

Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) baue auf den Säulen Informations- und Beratungsstelle, der Akademie, einer ständigen Hausmesse und einem Netzwerk sowie Marketingabteilung auf, schilderte Kopf. Da kein wirtschaftliches Interesse vorliege, könne man unabhängig Produkte und Dienstleistungen der verschiedenen Firmen prüfen. Jeder habe die Möglichkeit, sich an das ZEN zu wenden, um sich über Möglichkeiten zu informieren, wie man Energie im Haushalt einsparen kann und welche Elektrogeräte wie viel Strom "fressen". Die Folgen des weltweiten Kohlendioxidausstoßes und des Temperaturanstiegs, das Abschmelzen der Gletscher, die Zunahme der Naturkatastrophen und die Verknappung der fossilen Brennstoffe, wie Braunkohle, Gas und Rohöl, die bisher die Hauptquellen der Energie darstellten, machten ein Umdenken und eine Energiewende dringend nötig.

Endlich handeln


Da die Preise für Energie weiter steigen werden und das Klima sich weltweit verändere, müsse endlich gehandelt werden. Ansonsten könne nicht gewährleistet werden, dass wir unseren Kindern, Enkelkindern und nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen. Der Grundsatz "Nach uns die Sinnflut", dürfe nicht der Maßstab sein. Nicht nur in Betrieben und großen Firmen, sondern in jedem Haushalt könne durch den Einsatz moderner Technologien und sparsamen Umgang Energie eingespart werden, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Als ersten Schritt sollte man überprüfen, wie viel Energie die Haushaltsgeräte brauchen, und die Abrechnungen der Energielieferanten buchstäblich studieren, riet der Referent. Strommessgeräte und gegebenenfalls eigene Zähler sind dabei sinnvoll. Insbesondere sollten die Bereiche Beleuchtung, Kochen, Kühlen, Unterhaltungselektronik, Waschen, Spülen und Heizen unter die Lupe genommen werden. Dabei werde man feststellen, dass alleine mit dem Austausch alter Geräte Energie eingespart werden kann. "Machen Sie Jagd auf Stromfresser", forderte Gerhard Kopf auf. Damit spare man nicht nur selber Geld ein, sondern leiste auch einen Beitrag für die Energiewende. In der Diskussion wurde deutlich, dass ein großes Einsparpotential im eigenen Haushalt bestehe, das genutzt werden sollte.

HintergrundWer weitere Infos benötigt, kann sich an das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, Hauptstraße 5, 92266 Ensdorf (09624/90 36 48), wenden. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren, um sich im eigenen Haushalt über Einsparmöglichkeiten bei der Energie beraten zu lassen. (bt)
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 04.07.2016 | 14:13  
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