Spielen über Grenzen hinweg
Tag der offenen Tür

Die angehenden Hauswirtschaftshelfer und Hauswirtschafter legten sich kulinarisch ins Zeug. Bilder: bba (3)

Spätestens in der Abschlussklasse stellt sich die Frage nach der richtigen Ausbildung: Die Berufsfachschule für Kinder- und Sozialpflege sowie Ernährung und Versorgung lud unter dem Motto "Unsere Berufe sind bunt" zum Tag der offenen Tür ein.

Im Angebot hatten die Pädagogen und Schüler Informationen zu Ausbildungen in diesen drei Bereichen. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, die einzelnen Fachbereiche kennenzulernen. Neben Theorie zeigten die jungen Damen und Herren auch viel Praktisches aus ihrem Berufsbild: Die Abteilung Ernährung und Versorgung startete im Erdgeschoss mit einem Kräuterquiz. Ein Stockwerk tiefer weihten die Protagonisten in die Geheimnisse der Gestaltung von Räumen durch Zimmerpflanzen ein. Junge Damen zeigten den richtigen Service zu den Mahlzeiten: Servietten sind eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Beim textilen Gestalten verwandelten die jungen Leute scheinbar wertlose Stoffreste in eine Patchwork-Zauberei, aus der beispielsweise bunte Kissen und Herzen hervorkamen. Die Raum- und Textilpflege beschäftigte sich mit dem modernen Waschen. Zum Essen wurden Smoothies oder Cakepops angeboten. Der Fachbereich Sozialpflege kümmerte sich um Vitalzeichen wie Puls oder Blutdruck und präsentierte den Gästen richtiges Lagern und Betten.

Interkulturelle Angebote


Körperpflege und Wundversorgung spielten ebenfalls eine große Rolle. Die hauswirtschaftliche Versorgung hatte die Ernährung im Alter sowie die Hilfsmittel im Alltag im Fokus. Regen Zuspruch fand auch der Alterssimulator GERT, dessen Angebotspalette von einer schwachen Sehkraft bis zur Tremorsimulation reichte. Dazu zeigten die Schülerinnen Bewegungsangebote. Im ersten Stock war schließlich die Abteilung Kinderpflege zu Hause, die sich vor allem der interkulturellen Erziehung widmete. Möglichkeiten der praktischen Integration wurden mit dem Bilderbuchkino "Akim rennt", der Feier- und Festtagsgestaltung rund um die Welt, der Sprachförderung und durch ein Länderquiz dargestellt. Das gemeinsame Spielen stärkt das Wir-Gefühl, das Vertrauen, Empathie, Kultur und Sprache, so die jungen Workshopleiterinnen.

Der Austausch zwischen den Kulturen fördere die Aufgeschlossenheit und diene dem Erwerb interkultureller Kompetenzen. Brettspiele, Kinderbilderbücher oder das Basteln von Origamitulpen. ergänzten das Angebot: "Spielen überwindet alle Grenzen." Schließlich wurde im Erdgeschoss noch die Möglichkeit neuer Lebenserfahrungen durch Au-Pair in den Vereinigten Staaten angeboten, bei der die jungen Leute im Regelfall für ein Jahr nach Amerika reisen und dort Kinder betreuen sowie kleinere Haushaltsarbeiten übernehmen. Dazu sorgte in der Cafeteria der Elternbeirat für das leibliche Wohl.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.