Stadt Sulzbach-Rosenberg erweitert Regenrückhaltebecken in Siebeneichen
Geregelte Drossel als Problemlöser

Der Regenwasserteich in Siebeneichen wird erweitert und in ein Regenklär- und Rückhaltebecken umgestaltet. Der neue Ablauf mit einer geregelten Drossel (10 Liter/Sekunde) ist bereits eingebaut. Bilder: Royer (2)

Im Zuge der Erschließung des neuen Baugebietes "Siebeneichen Nord" kam auch die Art der Entwässerungstechnik auf die Tagesordnung. Die Stadt sah dabei nun die Möglichkeit, ein altes Problem in diesem Bereich anzupacken und zu bereinigen.

Meist Mischsystem


Das alte Dorf von Siebeneichen wird überwiegend im Mischsystem (alle Abwässer werden in einer gemeinsamen Leitung abgeführt) entwässert. Für das bestehende neuere Baugebiet wurde eine Trennkanalisation mit Regenwasserbehandlung errichtet. Hierbei sahen die Planer, so die Angaben von Oberbauleiter Gerd Maluche vom Stadtbauamt, die Versickerung des Regenwassers vor.

Mit den Jahren stellte sich jedoch heraus, dass diese Methode unzureichend ist. Eine Vernässung eines angrenzenden privaten Ackergrundstückes war die Folge. Diese Situation soll jetzt behoben werden. Das bestehende Baugebiet wird komplett im Trennsystem entwässert. Daran soll sich auch nichts ändern. Anders beim neuen Areal "Siebeneichen-Nord", das zu etwa zwei Drittel im Trennsystem erschlossen wird. Dieser Bereich soll durch Erweiterung des Rückhaltebeckens an die bestehende Regenwasserbehandlungsanlage angeschlossen werden. Der übrige Bereich liegt direkt am bereits bestehenden Mischwasserkanal und wird daran angeschlossen.

Wie Maluche weiter erklärt, wird der bestehende Regenwasserteich in ein Regenklär- und Rückhaltebecken umgestaltet. Der Ablauf erfolgt mit einer geregelten Drossel. Die Ableitung des Beckens wird durch einen Kanal bis zum Biotop ergänzt. Dadurch wird künftig kein Regenwasser mehr über private Grundstücke abgeleitet. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg ist Eigentümer des Biotops.

Nur geringer Eingriff


Da es sich um ein Feuchtbiotop handelt, bleibt der Status unverändert. Der Eingriff der Baumaßnahme mit der Zuleitung in das Biotop ist nur sehr geringfügig und örtlich begrenzt. Die Machbarkeit wurde mit dem Landratsamt Amberg-Sulzbach, Untere Naturschutzbehörde, zuvor abgestimmt.
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