Stadträte der CSU, FWU und FDP/FWS im Gespräch mit ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf
Stadt Sulzbach-Rosenberg noch ohne Energieberater

Geschäftsführer Gerhard Kopf (Vierter von rechts) informierte die Stadträte über die Leistungen des ZEN. Bild: gac

Seit mehr als zehn Jahren bildet das Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEN) in Ensdorf Kommunale Energieberater aus. Viele Gemeinden des Landkreises hätten ihre Mitarbeiter schulen lassen, die Stadt Sulzbach-Rosenberg nicht. "Das muss sich ändern", finden die Stadträte der CSU, FWU und FDP/FWS.

"Wir tragen die Energiewende mit. Der Erhalt der Natur und das Leben unserer Kinder und Kindeskinder ist uns nicht gleichgültig!", wird 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein in einer Pressemitteilung über ein Gespräch mit ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf zitiert. Nach dem Aus für den Sulzbach-Rosenberger Klimaschutzmanager wollten die Stadträte nun erfahren, welche Unterstützung die vom Kreis finanzierte Einrichtung der Stadt bieten könne.

Neben den Schulungen für Kommunale Energieberater gehörten dazu auch Hausmeister- und Handwerkerschulungen, bei denen Mitarbeitern der Stadt und örtlicher Firmen die Grundlagen der Erzeugung regenerativer Energien und des Energiesparens vermittelt würden.

Zählerstand bald per App


Energiesparen fange immer mit der Erfassung des Verbrauchs an, heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Dieser Datenerfassungsaufwand wird oft weit übertrieben dargestellt", meinte Kopf. Bisher musste dazu eine Excel-Tabelle ausgefüllt werden. Demnächst stehe eine App zur Verfügung, die eine Eingabe der Stände direkt am Zähler ermöglicht.

Der Landkreis baue ein elektronisches Energiemanagementsystem (EMS) auf, das es den Kommunen ermögliche, ihren Energieverbrauch zu kontrollieren und Schwachstellen zu ermitteln. Gebäudeleitsysteme erfassten die Daten selbsttätig und leiten sie weiter. Bei Modernisierungen könne das System ohne großen Mehraufwand eingebaut werden. "Warum sind denn trotz städtischem Klimaschutzmanager bei den Sanierungen des Feuerwehrhauses und der Pestalozzi-Schule keine Gebäudeleitsysteme eingebaut worden?", fragte CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich.

Ansprechpartner nötig


Für Veranstaltungen und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen brauche das ZEN in der Stadt einen Ansprechpartner, sagte Kopf. Das sei bisher der Klimaschutzmanager gewesen. Die Stadträte meinten, dieser Ansprechpartner sei am besten beim Bauamt aufgehoben. Das solle bei der nächsten Stellenausschreibung berücksichtigt werden.

"Der Klimaschutzmanager war nur ein Kittelchen, um fehlende Initiative der Stadtverwaltung zu bemänteln", fasste Hubert Jungbauer seinen Eindruck zusammen. Die Stadträte wollten dies durch eigene Initiativen ändern, schließt die Pressemitteilung.
Warum sind denn trotz städtischem Klimaschutzmanager bei den Sanierungen des Feuerwehrhauses und der Pestalozzi-Schule keine Gebäudeleitsysteme eingebaut worden?CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich
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