Stadtrat ist die Erholung der Bürger wichtiger
Kein Windrad ins Waldgebiet

Ein kleiner Windpark wie hier im Wald neben der Autobahn soll in der Wagensaß nicht zulässig sein - das hat der Stadtrat entschieden. Bild: Gebhardt
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Sulzbach-Rosenberg
02.11.2016
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Im Regionalplan Oberpfalz-Nord steht wieder eine Änderung im "Teilabschnitt Windenergie" an - dies erforderte auch die Stellungnahme der Stadt. Und die fiel deutlich gegen Windräder in der Oberen Wagensaß aus.

Der Stadtrat hatte sich bereits mehrfach mit den Ausweisungsflächen für Windenergie befasst und einen richtungsweisenden Beschluss gefasst: Am 22. November 2011 sprach er sich gegen zwei auf Stadtgrund vorgesehene Vorbehaltsgebiete für Windkraftanlagen aus - beide lagen in der Oberen Wagensaß im Staatsforst. Das Gremium forderte seinerzeit dort sogar ein Windkraft-Ausschlussgebiet wegen der sehr hohen Bedeutung für die landschaftsgebundene Naherholung.

Jetzt eine Vorrang-Fläche


Die Planungen beim Regionalverband gingen inzwischen weiter und mündeten jetzt in eine erneute Beteiligung der Kommunen. Zur räumliche Steuerung der Windenergie sollten Vorranggebiete und ergänzend sogenannte Vorbehaltsgebiete festgelegt werden.

Im Entwurf heißt es: "In den Vorranggebieten hat die Nutzung der Windenergie Vorrang gegenüber konkurrierenden Nutzungsansprüchen." Dies betrifft derzeit einen Bereich namens AS 14 im Stadtgebiet südwestlich von Kempfenhof im Staatswald. Er entspricht ungefähr den früher dort geplanten Flächen, ist aber im Konzept nun vom Vorbehalts- zum Vorranggebiet aufgestiegen. Windgeschwindigkeiten von 4,8 Meter/Sekunde in 130 Metern Höhe reichen jetzt dafür aus, diese würden dort erreicht, heißt es.

Nachdem Rechtsdirektor Harald Mizler den Sachverhalt geschildert hatte, ließen die Stadtratsfraktionen erkennen, dass sich nichts Neues ergeben habe und deswegen auch keine Meinungsänderung nötig sei. Umweltschutzbeauftragter Peter Zahn erklärte zwar, dass bei Aufgabe der Windkraft-Option die Stadt nichts Alternatives für regenerative Energien mehr anzubieten habe, doch der Beschluss stand (gegen eine Stimme).

Am bisherigen Votum wird festgehalten, der Stadtrat lehnt das vorgesehene Vorranggebiet für Windkraftanlagen ab. Vielmehr solle das Areal wegen seiner Bedeutung für die Naherholung als Ausschlussgebiet ausgewiesen werden. Dieser Beschluss geht jetzt dem Planungsverband zu.
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