Stadtwerke Sulzbach-Rosenberg erwirtschaften kleinen Überschuss
Gute Auslastung in der Tiefe

Bei Roland Kraus (rechts) als Leiter und Armin Wolf als dessen Stellvertreter laufen bei den Stadtwerken die Fäden zusammen. Bilder: Royer (2)

Eines gleich mal vorneweg: Die Stadtwerke haben 2014 einen kleinen Überschuss erwirtschaftet. Dies ist weder ein Anlass zur Euphorie noch zur Trübsal. Die Einrichtung arbeitet nämlich in einem wesentlichen Bereich ohne Gewinnerzielungsabsicht. Aber dabei kümmert sie sich um ein wirklich wertvolles Gut.

Im Werkausschuss beschäftigten sich die Räte mit dem Jahresabschluss 2014 der Stadtwerke. Die Prüfung durch die AMR Treuconsult Revisionsgesellschaft ergab keinerlei Einwendungen. Wie Leiter Roland Kraus im Pressegespräch angab, habe sich die Bilanzsumme auf rund 6,5 Millionen Euro belaufen, der Jahresüberschuss betrage exakt 2279,28 Euro. Und im Ausblick sagt Kraus, dass wegen des heißen Sommers für 2015 ebenfalls ein Plus erwartet werde.

Vier Sparten


Armin Wolf erläuterte als stellvertretender Chef, dass sich die Stadtwerke um die Sparten Wasserversorgung, Tiefgarage, PV-Anlagen und Nebengeschäfte kümmern. Durch den Wasserverkauf seien rund 1,4 Millionen Euro erlöst worden. Davon würden jedes Jahr zwischen 300 000 und 400 000 Euro für den Rohrnetzunterhalt verwendet. Die Investitionen für Wasserbereitstellung und Instandhaltung der Hochbehälter und Tiefbrunnen belaufen sich jährlich auf durchschnittlich 60 000 Euro. Neue Arbeiten werden jährlich mit dem Bauamt abgestimmt und fließen in die Haushaltsberatungen mit ein.

Der Erlös von 100 000 Euro aus dem Betrieb der Tiefgarage setzt sich aus den Einnahmen von Dauer- und Kurzparkern und von der Werbung zusammen. Dem stehen nach Informationen von Roland Kraus Ausgaben für Strom, technischen Unterhalt und Personal in Höhe von 183 000 Euro gegenüber. "Durch die gute Auslastung der 220 Plätze - davon 47 in einem abschließbaren Bereich - und die Gebührenanpassung sind die Verluste bei der Tiefgarage rückläufig", merkt Kraus an.

Moderate Gebühren


Die Stadtväter hätten sich hier für moderate Gebühren und eine freie Stunde entschieden, um die Nutzung für die Bürger attraktiv zu machen. Deshalb müsse man hier auch mit gewissen Verlusten leben. Man wolle den Tiefgaragennutzern auch keine Gebührensätze wie in den größeren Städten Nürnberg oder Regensburg zumuten, merkt das Führungsduo der Stadtwerke an.
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