Stromausfall in der Gemeinde Sulzbach-Rosenberg - Sturm wirft Baum in Stromleitung
Finsternis in Schnaittenbach

Ein eineinhalbstündiger Stromausfall in Schnaittenbach war in der Nacht auf Mittwoch die gravierendste Folge des Unwetters über dem Landkreis. Ausgelöst wurde der Blackout durch einen Baum, der laut Bayernwerk-Sprecher Christian Martens um 21.21 Uhr auf eine 20-KV-Leitung in der Max-Reger-Straße (Ortsteil Haidhof) fiel.

Die Feuerwehr sicherte die auf der Straße liegende Leitung, bis ein Reparaturtrupp des Energieversorgers eintraf. Um 22.55 Uhr gingen laut Martens alle Schnaittenbacher Trafostationen wieder ans Netz.

Durch den Stromausfall lösten mehrere Alarmanlagen aus. Die Polizei rückte in jedem einzelnen Fall aus, um das jeweilige Objekt zu überprüfen. Auch der Feuerwehr bescherte der Kabelriss laut Kreisbrandrat Fredi Weiß einen sehr ungewöhnlichen Einsatz: Bei einem dauerbeatmeten Patienten ging der Akku an der Beatmungsmaschine zuneige. Die Familie alarmierte über Notruf die Leitstelle, und die schickte die Feuerwehr vorbei, die per Notstromaggregat die Beatmung sicherte.

Anrufe im Minutentakt

Die Polizeiinspektion Amberg verzeichnete ab 21.15 Uhr Anrufe im Minutentakt. Auf der A 6 lagen zwischen Amberg-Süd und Amberg-West einige kleinere Bäume sowie auf einer Länge von zwei Kilometern auch Äste auf der Fahrbahn. Die Autobahnmeisterei beseitigte sie mit der Kehrmaschine. Auf Höhe der Anschlussstelle Illschwang drückte eine Windböe den Pkw einer jungen Frau gegen die Mittelleitplanke. Beim Gegenlenken geriet sie auf den Standstreifen und kam mit ihrem Wagen von der Autobahn ab. Es blieb aber bei einem Blechschaden, die Fahrerin kam mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr beseitigte mehrere Bäume, die auf die Kreisstraße zwischen Amberg und Köfering gestürzt waren. Das kam laut Polizeibericht auch zwischen Freihöls und Högling einige Male vor. Dabei beschädigten herabstürzende Äste das Auto eines 43-jährigen Ambergers. Insgesamt waren zwischen 21.30 Uhr und 23.30 Uhr 19 Feuerwehren in zwölf Gemeinden im Einsatz, um Sturmschäden zu beheben. Das betraf auch mehrere Dächer, die an einzelnen Stellen abgedeckt wurden.

"Insgesamt haben wir noch mal Glück gehabt", lautete das morgendliche Fazit von Kreisbrandrat Fredi Weiß zur Sturmnacht. Im südlichen Landkreis sei es vollkommen ruhig geblieben, und wo Schäden auftraten, habe es zumindest keine Schwerverletzten gegeben.
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