Studenten erkunden das Dekanat Sulzbach-Rosenberg
Treffpunkt für Konfessionen

Die Gäste vom Collegium Oecumenicum, Martin Suderland, Elena Suderland, Paul Keyser, Anna Papadopoulo, Krsto Stanisic und Diakonin Irene Elsner (von links) staunten über die Vielfalt an Krippen beim Rosenberger Krippenpfad. Bild: cog

Drei Gottesdienste, Chorprobe, Stadtrundgang, Besuch der Rosenberger Dorfweihnacht und des Krippenwegs: Eine Gruppe von fünf Studenten vom Collegium Oecumenicum in München besuchte die Christuskirche und nutzte jede Minute, um die Gemeinde und die Umgebung kennenzulernen.

"Im Collegium Oecumenicum wird die Gemeinschaft betont", erläuterte Krsto Stanisic aus Montenegro, der in München in orthodoxer Theologie promoviert. Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehört jedes Jahr in der Adventszeit eine Begegnungsfahrt in ein bayerisches Dekanat. Heuer besuchten die Studenten das Dekanat Sulzbach-Rosenberg. In kleinen Gruppen waren sie auf die Herzogstadt, Oberviechtach, Neukirchen und Schwandorf verteilt.

Dekan zeigt die Stadt


Am Freitagabend besuchten sie mit Diakonin Irene Elsner die Probe des Spontanchors in Etzelwang. Am Samstag führte Dekan Karlhermann Schötz sie durch die Stadt und erläuterte ihnen die Geschichte des Simultaneums. Dann zeigte er ihnen die Christuskirche und die Kapitelbibliothek mit den wertvollen historischen Büchern. Am Nachmittag bewunderten die Gäste den Krippenpfad in Rosenberg und lauschten bei der Dorfweihnacht beeindruckt dem Posaunenchor des CVJM. Zusammen mit Pfarrer Wolfgang Bruder gestalteten sie am Abend den Gottesdienst im Krankenhaus. Hier hielt der Theologiestudent Paul Keyser die Predigt. Er tat dies auch am Sonntag im Frühgottesdienst. Im Hauptgottesdienst waren die Gäste bei Gebeten und Lesungen noch stärker eingebunden.

Statt einer Predigt befragte Elsner sie zu den Advents- und Weihnachtsbräuchen in ihren Heimatländern. Von Anna Papadopoulos erfuhren sie, dass in Griechenland die 40 Tage vor Weihnachten Fastenzeit sind und am 25. Dezember ein großes Familienfest gefeiert wird. In Montenegro, berichtete Stanisic, richtet sich die orthodoxe Kirche noch nach dem Julianischen Kalender und feiert Weihnachten deshalb erst am 7. Januar.

Besonders feierlich war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Dekanatskantor Gerd Hennecke spielte die Orgel, und die beiden Sopranistinnen Stefanie Hruschka und Stephanie Spörl sangen adventliche Stücke von Antonio Caldara, Camille Saint-Saëns, John Rutter und David Willcocks.

Anschließend verkaufte die Gemeindejugend schön verzierte Kerzen und Plätzchen. Außerdem lud der Kirchenvorstand zum Kirchenkaffee. Viele Gottesdienstbesucher nutzten die Möglichkeit, sich mit den Studenten zu unterhalten.

Internationale Gemeinde


Dabei zeigte sich, dass nicht nur die Gäste aus München international waren. Auch die übrige Gemeinde spiegelte die weltweite Verbreitung des Christentums wieder. So waren auch Christen da aus dem Iran, dem Irak, der Ukraine und Kasachstan.

HintergrundDas Collegium Oecumenicum ist eine Einrichtung der Evangelischen Landeskirche Bayern. In diesem besonderen Studentenwohnheim steht der Gedanke der Ökumene und der internationalen Begegnung im Mittelpunkt. Je 50 Prozent der Bewohner sind Deutsche und Ausländer.

Die eine Hälfte ist evangelisch; auch die anderen christlichen Konfessionen sind vertreten. Jeder zweite studiert Theologie, Männer und Frauen sind gleich stark dabei. Das Collegium hat den Status einer Gemeinde und verfügt über eine halbe Pfarrstelle. Die Studenten können dort bis zu vier Jahren bleiben. (cog)
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