Südtiroler Gäste nehmen Andenken vom Sulzbach-Rosenberger Osterbrunnen mit
Mit bemalten Eiern über Alpen

Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein (rechts) und Fiorenzo Battel in ladinischer Tracht tauschen Erinnerungsgeschenke aus, was auch Reinhold Werner Freude macht. Bild: hka

Dass der Osterbrunnen in Sulzbach-Rosenberg, einer der prächtigsten in der Oberpfalz, Bewunderer aus nah und fern anzieht, ist nichts Neues. Eine Besuchergruppe, die bis aus Südtirol anreist, gab es heuer aber zum ersten Mal. Gefallen hat ihr nicht nur der Osterbrunnen, sondern die ganze Stadt.

Italienische, deutsche und ladinische Worte waren zu hören, als die fünfzig Gäste aus den Dolomiten die österliche Anlage am Mutter-Kind-Brunnen betraten. Es waren Worte des Staunens und der Bewunderung, denn so etwas haben die Südtiroler in ihrer Heimat nicht. Sie kommen aus der Gegend von Bozen, dem Fassa-Tal und dem Val di Fiemme und gehören zum Teil einer Trachtengruppe an. Darum ließ es sich ihr Reiseleiter Fiorenzo Battel auch nicht nehmen, in der schmucken ladinischen Tracht aufzutreten.

Den Kontakt zu den Besuchern, die sich mehrere Tage in der Herzogstadt aufhalten, haben Eventmanager Reinhold Werner und seine Frau Helen aus Edelsfeld hergestellt. Sie sind auch deren Betreuer, zeigen ihnen Sehenswürdigkeiten wie das Schulmuseum oder den Monte Kaolino und begleiten sie auf ihrer Bustour zu den Osterbrunnen im westlichen und nördlichen Landkreis.

Die erste Station war natürlich der Osterbrunnen in Sulzbach-Rosenberg, den der Arbeiterkameradschaftsverein (AKV) seit 25 Jahren schmückt. 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein hieß die Gäste willkommen und stellte kurz seine Stadt vor. Dass Stadtoberhaupt Michael Göth momentan in Tramin seinen Urlaub verbringe, fand den Beifall der Südtiroler Gäste. Gastgeschenke wurden ausgetauscht und unzählige Fotos gemacht.

Voller Bewunderung betrachteten die Gäste beim Rundgang um den Brunnen die nach Motiven und Farben ausgestellten Kunstwerke. Rund 13 500 Eier seien es, erfuhren sie. Für jedes habe es sechs Arbeitsgänge gebraucht. Roswitha Fuchs, die stellvertretende Vorsitzende des AKV, und ihre Mitarbeiterinnen hatten die Verkaufshütte geöffnet, denn das einige der überaus kunstvoll bemalten Eier den Rückweg über die Alpen mitmachen würden, war vorauszusehen.
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