Sulzbach-Rosenberg bekommt eine Boulder- und Kletteranlage
"Su-Rock" ein ganz schöner Brocken

Diese Aufnahme, bereits vor ein paar Jahren entstanden, zeigt die bisherige Kletterwand des Alpenvereins. Bild: Gebhardt
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Sulzbach-Rosenberg
02.06.2016
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Projektleiter Fritz Royer (rechts) erklärte den Mitgliedern bei der Besichtigung der Tennishalle die Pläne der Umgestaltung zur Boulder- und Kletterhalle. Bild: fnk

Etwa Ende 2017 ist die Stadt dann um eine Attraktion reicher und für das Umland interessanter: Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Alpenvereins segnet die Errichtung einer Boulder- und Kletteranlage im Sportpark ab. Mit rund 500 000 Euro wird "Su-Rock" die größte Investition des Vereins.

Es war schon ein ganz besonderer Moment, als der Vorsitzende der DAV-Sektion Sulzbach-Rosenberg, Helmut Fackler, diese Mitgliederversammlung eröffnete - ging es doch um die Abstimmung über eine Investition von immerhin einer halben Million Euro. Stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Ertl betonte seinerseits, dass die bestehende Kletterwand im Sportpark renovierungsbedürftig sei und somit dringender Handlungsbedarf bestehe.

Fast drei Jahre überlegt


Wegen der Gedanken des neuen Betreibers, den Kletterraum wieder als Squashcenter zu nutzen, suchte der Alpenverein fast drei Jahre lang nach einer Lösung. Das Angebot, die Tennishalle als neues Domizil zu nehmen, erforderte eine intensive Auseinandersetzung innerhalb des Vorstands. Sinnvoll erschien es auch, die Geschäftsstelle, den Materialverleih und die Bibliothek vom Stadtturm in die Schießstätte zu verlegen. Senioren und Menschen mit Behinderung hätten dann einen besseren Zugang.

Der Vorstand betonte bei der Versammlung, zusammen mit dem Planungsteam Fritz Royer, Manfred Leitgeb, Erwin Rösel und Kassier Andreas Eckl sei er einstimmig für eine Boulder- und Kletterhalle. Diese wäre eine große Bereicherung für die Stadt und eine Attraktion für die vielen interessierten Jugendlichen, die sonst zu anderen Sektionen abwandern würden. Als Einzugsbereich nannte Ertl die Landkreise Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Neustadt an der Waldnaab sowie die Stadt Weiden und deren Umland.

Bei einer Besichtigung der Tennishalle erklärte Fritz Royer den Mitgliedern all das, was vorgesehen ist. So werden zwei Tennisplätze künftig zu einem Kletterbereich. Die vorhandenen Duschen und Umkleiden werde der Betreiber noch umbauen. Bistro und Büro seien ebenfalls geplant. Ebenso stehe der Durchbruch für einen ebenerdigen Zugang an. Betreiber Ludwig Hetzenegger habe mitgeteilt, er wolle für genügend neue Parkplätze auf dem angrenzenden Sportplatz sorgen.

Über 1700 Mitglieder


Royer informierte, dass das neue Klettervergnügen eine Vorstiegswand mit 11 Metern Höhe, 500 Quadratmetern Kletterfläche und 32 Routen in der Hallenmitte beinhalte. Die bis zu vier Meter hohe Boulderwand bestehe aus verschiedenen Blöcken und biete mit ihren 823 Quadratmetern schier unendliche Routenmöglichkeiten.

Erinnert wurde daran, dass die Sektion Sulzbach-Rosenberg bei der Einweihung der bisherigen Kletterwand im Jahr 2000 rund 1200 Mitglieder hatte. Dann wuchs vor allem das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen stark, mit der Folge, dass es derzeit 1737 Mitglieder sind.

Kassier Andreas Eckl erläuterte der Versammlung den Aspekt Wirtschaftlichkeit (siehe Hintergrund) und ging von 18 780 Kletterwand-Nutzungen jährlich aus. Was die Finanzierung anbelangt, rechnen die Verantwortlichen mit einer Gesamtsumme von rund 500 000 Euro, sie sind sich jedoch durchaus bewusst, dass die Kosten durch verschiedenste Umstände auch sinken oder steigen können. Bei einer Zustimmung zum Kletterprojekt "Su-Rock" könne mit einer Inbetriebnahme im September 2017 gerechnet werden.

Eindeutiges Votum


Bei der abschließenden Diskussion kamen nur wenige Fragen von den Mitgliedern. Die rechtliche Seite beleuchtete Rechtsanwalt Heinz Taubmann, die technische Betreiber Ludwig Hetzenegger. Antworten, die den Verein betreffen, lieferte die Projektleitung.

Unter der Regie von Dr. Armin Rüger stimmten die Mitglieder in geheimer Wahl ab. Von 73 Anwesenden sagten 62 ja und 10 nein, einer enthielt sich. (Hintergrund)
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