THW-Hundeführer Walter Schuster trainiert in der Schweiz
Spürnasen unter sich

Rettungshunde-Teams aus 13 Nationen haben in der Schweiz eine internationale Trainingswoche absolviert. Bild: André Grossenbacher/TopPictures (hfz)
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Sulzbach-Rosenberg
03.06.2016
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Zwei Experten beim Training: Walter Schuster und Hund Danjo üben das Mantrailing. Bild: hfz

Egal, ob Würstchenbude oder Fischverkaufsstand: Ein Mantrailer lässt sich auch in einem Meer von Geruchspartikeln nicht von seiner Spur abbringen. Walter Schuster vom THW Sulzbach-Rosenberg und sein Hund sind Experten auf diesem Gebiet. Und waren deshalb in der Schweiz.

Der Einladung des Schweizer Vereins für Such- und Rettungshunde (REDOG) folgten Teams aus 13 Nationen - darunter Japan, Jordanien, Kroatien, Hongkong und Kolumbien. Zu einer der Gruppen aus Deutschland gehörte eine Abordnung des Technischen Hilfswerks aus dem gesamten Bundesgebiet. Einer dieser Rettungshundeführer war Walter Schuster vom Ortsverband Sulzbach-Rosenberg.

Er ist dort seit 1994 und wirkte federführend bei Aufbau und Ausbildung der Fachgruppe Ortung mit. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Ortsverband ist er auch bundesweit als Prüfer für Rettungshunde tätig, hält als Dozent Lehrgänge an den THW-Bundesschulen in Hoya und Neuhausen und wurde vor einigen Jahren zum Beauftragten für das Rettungshundewesen des THW-Landesverbands ernannt. Im September hat er eine mehrjährige Ausbildung zum Mantrailer abgeschlossen.

In der Schweiz wurden neben den praktischen Einheiten in der Trümmer- und Flächensuche sowie Mantrailing-Einheiten auch Fachvorträge gehalten. Geübt wurde in der Recycling-Anlage in Serbeco, im Katastrophen-Rettungsdorf der Schweizer Armee in Epeisses sowie in umliegenden Waldgebieten und Ortschaften. Die Möglichkeit, auf dem Armeegelände zu trainieren, war für die Teilnehmer eine einmalige Chance. Möglich wurde dies aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit in Training und Einsatz zwischen Armee und REDOG.

Walter Schuster trainierte hier vor allem mit seinem Personenspürhund (Mantrailer). Er sucht Körperpartikel, die Vermisste auf ihrem Weg ständig verlieren. Inmitten stark frequentierter Gebiete verfolgt er seine Spur. Das funktioniert auch noch zwei Wochen nach dem Verschwinden einer Person.

Anmeldung jederzeitIm THW kann jeder mitmachen: Frauen und Männer, Schlosser, Betriebswirte, Studenten oder Rentner. Mindestalter für den aktiven Dienst sind 17 Jahre. Jüngere finden einen Platz in der Jugendgruppe.

"Das THW ist ein nicht alltägliches, sinnvolles Hobby für jedermann, das neben den Ausbildungen in Theorie und Praxis an Geräten auch vor allem Spaß machen soll", betont der Ortsverband (OV) Sulzbach-Rosenberg in einer Pressemitteilung. Wer Hundebesitzer ist und sich für die Arbeit mit Rettungshunden interessiert, kann sich beim OV darüber informieren: Hier ist die derzeit einzige einsatzfähige Rettungshundestaffel des THW in Bayern stationiert, außerdem eine der größten in Deutschland.

Auch Jugendliche von 6 bis 17 Jahren finden hier "eine abwechslungsreiche und lehrreiche Freizeitbeschäftigung", betont das THW - etwa bei der Teilnahme an Leistungswettkämpfen, Zeltlagern oder Bowling- und Fußballturnieren - neben der normalen Ausbildung.

Mehr Informationen über das THW und den Ortsverband Sulzbach-Rosenberg finden Interessierte im Internet (www.thw-sulzbach-rosenberg.de) oder in einem persönlichen Gespräch im Ortsverband, dienstags von 18 bis 21 Uhr oder samstags von 14 bis 18 Uhr.
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