Tischgesellschaft Riglasbrünner drei Tage lang in Polen unterwegs
Schlösser, Stabkirche, Stausee

Die Reisegruppe der Riglasbrünner vor dem Georgsbrunnen am Obermarkt in der Görlitzer Altstadt. Bild: hfz

Aus einer Schnapsidee am Stammtisch entstand unter dem Motto "Auf den Spuren Rübezahls" eine wunderbare Reise ins Riesengebirge: Die Riglasbrünner erlebten drei hochinteressante Tage in Polen. Die Musik vergaßen sie dabei auch nicht.

Die Idee hatte wieder einmal der 2. Vorsitzende, Dr. Michael Scherer, der ja in den vergangenen Jahren bereits zwei Reisen nach Wien und in die Steiermark organisiert hatte. Nachdem sich Jarek Smialek, Ehemann von Dr. Ina Smialek von der Chirurgischen Praxisklinik Pöllath & Scherer und gebürtiger Pole, bereit erklärt hatte, als Reiseführer teilzunehmen, stand der Ausführung des Plans nichts mehr im Weg. So fuhren die Riglasbrünner mit ihren Gästen zuerst nach Tschechien.

Bei der Hinfahrt stand bereits in Pec pod Snezkou die Auffahrt zur Schneekoppe mit der Gondelbahn auf dem Programm. Über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien. Man wohnte im Hotel "Alpejski" in Karpacz/Krummhübel, dem größten Tourismusort Schlesiens am Fuß der Schneekoppe.

Eine Fahrt durch das Hirschberger Tal mit Begleitung von Krzysztof Gasiorekt, genannt "Christoph von Breslau", war tags darauf geplant. Der staatlich geprüfte Stadtführer brachte witzig und charmant Land und Leute näher. Er erzählte von den Zillertaler Höfen, die es hier gibt. 440 Tiroler, die wegen ihres evangelischen Glaubens das Zillertal verlassen mussten, suchten eine neue Heimat und kamen 1837 nach Erdmannsdorf. König Friedrich Wilhelm III. bot ihnen Land und Arbeit an.

Weitere Stationen waren der Seidorfer Stausee, der Hirschberg (Jelenia Góra) mit Trinkwasser versorgt, sowie der Kochelfall, Schreiberhau und Bad Warmbrunn. Letzter Programmpunkt: der Besuch der norwegischen Stabkirche Wang. Sie ist eine der größten architektonischen Attraktionen in Karpacz (Krummhübel) und gehört der dortigen protestantischen Gemeinde.

Nicht nur als Organisator und Reiseleiter, sondern auch als musikalischer Unterhalter ist Mike (Michael) Scherer zusammen mit Thomas Mutzbauer stets eine große Bereicherung. Das Duo ließ den Abend mit zünftiger Musik im Hotel ausklingen.

Im Hirschberger Tal gibt es mehr als 30 Schlösser. Fürstenstein - eines der schönsten Schlösser Polens - stand am dritten Tag auf dem Besichtigungsplan. Unter dem Schloss wurden im 2. Weltkrieg riesige Tunnels durch die Gefangenen des Arbeitslagers Groß-Rosen gebohrt. Man vermutet, dass hier Waffenfabriken entstehen sollten, das Schloss selbst wurde als eines der Führer-Hauptquartiere vorbereitet.

Zuvor besuchte die Reisegruppe noch das "Alte Bergwerk" (Steinkohlenbergwerk) in Waldenburg, und es gab noch einen Halt in Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands. Sie liegt an der Lausitzer Neiße und bildet seit 1945 die Grenze zu Polen.
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