Traditionelles Solistenkonzert der Sing- und Musikschule
Beifallsstürme aus dem Publikum

Janika Sebald (links) und Annette Knab (rechts) gelang ein ausgereifter Schubert-Vortrag. Bilder: aks (2)

Wenn es ans Bestücken von attraktiven und anspruchsvollen Konzertprogrammen geht, hat die Städtische Sing- und Musikschule leichtes Spiel. Die Talentdichte unter dem Schlossdach ist sogar so groß, dass sie das traditionelle Solistenkonzert zum Schuljahresende auf zwei Abende verteilen kann.

Eine gute Entscheidung, wie das erste Konzert im Rathaussaal mit Kurzweiligkeit und hohem Unterhaltungsgrad bewies. Dazu trug unter anderem die Percussion-Klasse von Johannes Mühldorfer bei, die mit Julian Wolf am Drumset, Moritz Habermehl und seinen selbst komponierten "Cajon Works" und "Jugend musiziert"-Bundespreisträger Ben Hartmann am Marimbaphon für überschwappenden Rhythmus zwischen den melodiös ausgerichteten Beiträgen sorgte.

Gern gesehene Gäste


Zu diesen zählte etwa die "Junge Sulzbacher Hofmusik" von Michael Kämmle, die mit Auftrittserfolgen im Rücken und Sulzbacher Barockmaterial auf dem Notenständer barocke Musik überzeugend in der Gegenwart verankerte. Ebenso gern gesehene Gäste sind Richard Huberts Geigentalente. Diesmal verströmten Teresa Kederer und Ronja Rosemann mit Vivaldi und Ten Have akustisches Wohlgefühl im Auditorium, beide perfekt von Pianistin und Korrepetitorin Lisa Milyukova begleitet.

Ganz allein am Flügel und obendrein auch noch ganz ohne Notenstütze, dafür aber mit der nötigen Verve und einigem Furor ließ Milyukova-Schüler Maximilian Hauer Chopins schwieriges Meisterwerk, die Revolutionsetüde, erklingen.

In Bestform


Gestählt von zahlreichen Auftritten der letzten Monate präsentierte sich Cellistin Anna Rösch aus der Klasse Tatjana Hubert in anhaltender Bestform. Der Allegro-Satz aus dem Goltermann-Konzert ging in Ton und Interpretation weit über das eigentlich zu Erwartende hinaus.

Ähnlich erwachsen, ausgereift und sicher absolvierten Pianistin Janika Sebald (Klasse Lisa Milyukova) und Querflötistin Annette Knab (Klasse Steffen Weber) ihren Auftritt mit von der Melancholie vergänglicher Schönheit geprägten "Trockenen Blumen" aus der Feder von Franz Schubert.

An Annette Knab war es auch, den Abend mit einem Bogenschlag zur zeitgenössischen Drumset-Eröffnung zu schließen. Für den Satz aus der Taktakishvili-Sonate erntete sie Beifallsstürme wie die Akteure zuvor.

Anerkennenden und respektvollen Applaus regnete es zudem auf die erfolgreichen Teilnehmer der freiwilligen Leistungsprüfung der Stufen Junior I und II, denen SMS-Leiter Steffen Weber im Konzertrahmen ihre wohlverdienten Urkunden überreichte.

Geehrt wurde zudem Percussionist Ben Hartmann, dessen Aufnahme in die studienvorbereitende Förderklasse der SMS nach bestandener D2-Prüfung nichts mehr im Wege steht.
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