Über eine Woche Kontrollaktion „Kühler Kopf statt heißer Reifen“ im Bereich der ...
Laser gibt sich unerbittlich

Eine der beiden Hauptkontrollstellen befand sich am Autobahnzubringer, der St 2164, bei Pesensricht. Hier wurden die Verkehrsteilnehmer auf den dortigen Parkplatz geleitet. Bilder: Wolfgang Steinbacher (2)
 
Mit dem Lasergerät wurde insgesamt 20 Stunden lang an fünf verschiedenen Tagen gemessen.

"Kühler Kopf statt heißer Reifen" - das Motto ließ klar erkennen, dass die Polizei gezielt ein Auge auf Raser richten würde. Auch die Inspektion in Sulzbach-Rosenberg beteiligte sich an dieser oberpfalzweiten Aktion. Schwerpunkt waren dabei Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften.

Unterstützung erhielten die Beamten zeitweise durch Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg. Zwischen den Freitagen 1. bis 8. Juli richteten die Ordnungshüter an fünf Tagen Mess- und Kontrollstellen am Autobahnzubringer bei Pesensricht sowie im Gemeindebereich von Hahnbach an der Staatsstraße 2120 am Fuße des sogenannten Kreuzberges ein. Alles in allem war das Lasergerät 20 Stunden scharf gestellt und registrierte all jene gnadenlos, die das Gaspedal zu weit durchgedrückt hatten.

27 Bußgeldverfahren


Während der Aktion gingen insgesamt 31 Verkehrsteilnehmer ins Netz, die es mit den vorgegebenen Tempovorschriften nicht ganz so genau genommen hatten. In 27 Fällen leitet die Polizei deshalb Bußgeldverfahren ein, die sich - je nach Höhe der Überschreitung - mit Kostensätzen zwischen 70 und 120 Euro im Geldbeutel der Sünder niederschlagen werden. Mit der Ahndung geht also zunächst etwas vom Konto weg, das andere - das in Flensburg - erhält Zuwachs: je einen Punkt beim Bundeszentralregister. Vier Verkehrsteilnehmer kamen mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung über 30 Euro davon.

Im Fokus der Beamten standen Kraftfahrzeuge aller Art, angefangen vom motorisierten Zweirad über Personenautos und solchen mit Anhängern bis hin zum Schwerlastverkehr. "Auch vier Kapitäne der Landstraße wurden mit zu hoher Geschwindigkeit angetroffen", wie es stellvertretender Inspektionsleiter, Hauptkommissar Michael Kernebeck, am Freitag formulierte. Zwei von ihnen, ein Lkw-Fahrer aus der Türkei und einer aus Tschechien, mussten vor der Weiterfahrt eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Satte 136 Stundenkilometer


Der "Spitzenreiter in Sachen Geschwindigkeit" rollte am Donnerstagabend, kurz vor Abschluss der letzten Messaktion, in die Kontrollstelle: Ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Kulmbach kam auf der Staatsstraße 2164 bei Pesensricht mit seinem Skoda mit satten 136 Stundenkilometern angerauscht, ein Tempo, das eher der Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen denn der erlaubten Geschwindigkeit auf Landstraßen gleichkam.

"Aus polizeilicher Sicht trug diese Kontrollaktion einmal mehr zur Bewusstseinsschärfung bei den Kraftfahrern im Hinblick auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen bei", zog Kernebeck sein Fazit. Als ein Etappenziel auf dem langen Weg des Umdenkens in den Reihen der Fahrzeugführer habe die Inspektion Sulzbach-Rosenberg für sich verbuchen können, dass niemand so schnell unterwegs war, um ein Fahrverbot verhängen zu müssen.

Auch Gurtpflicht und Handyverbot


Nicht nur auf Temposünder wurde bei der mehrtägigen Polizeiaktion im Bereich der Sulzbach-Rosenberger Inspektion geachtet: Am Dienstagnachmittag unterstützten junge Bereitschaftspolizisten ihre Kollegen aus der Herzogstadt. Sie richteten, parallel zu den Geschwindigkeitskontrollen, ihr Augenmerk stationär und mobil auf die Einhaltung der Gurtpflicht sowie des Telefonierverbots für Kraftfahrzeugführer. Auch hier gab es einige Verkehrsteilnehmer zu beanstanden: Insgesamt vier Fahrzeuginsassen hatten den Sicherheitsgurt nicht angelegt, fünf Fahrer beschäftigten sich während der Fahrt mit ihrem Mobiltelefon.
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