Umfrage bei den Auszubildenden der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg
94 Prozent fühlen sich gut integriert

Schülerinnen aus der 12. Klasse der Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen trugen die Umfrageergebnisse vor. Bild: hfz

"Unsere Schule ist bunt", behaupteten Schüler aus der 12. Klasse der Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen. Um den Beweis dafür anzutreten, starteten sie eine Umfrage bei den Auszubildenden der Berufsschule. Das Ergebnis: Je nach dem angestrebten Berufszweig haben zwischen 16 und 29 Prozent der jungen Leute einen Migrationshintergrund. 94 Prozent der Befragten, die das für sich bejahten, fühlen sich in Deutschland gut integriert.

Harald Sieber, Rita Gerner-Bähr und Christian Eisner begleiteten das Projekt. Die drei Lehrkräfte unterrichten in der Klasse der künftigen Fachkräfte der Bundesagentur für Arbeit. Sie stammen aus den nordbayerischen Regierungsbezirken.

Die Auswertung der Umfrage brachte für die Berufsschule insgesamt einen durchschnittlichen Anteil von knapp 25 Prozent junger Leute mit Migrationshintergrund. Der Wert schwankte in den einzelnen Klassen von 16 Prozent im Fachbereich Nahrung über 18 Prozent im Bereich Elektro, 22 Prozent bei Kfz-Mechatronikern, 23 Prozent in der Abteilung Wirtschaft und Verwaltung bis zu 29 Prozent im Fachbereich Holz.

Vereinigte Staaten führend


Die meisten Migranten kämen aus den Vereinigten Staaten (16 Prozent), gefolgt von Russland und Kasachstan (je 14 Prozent) vor Polen und der Türkei. Ein Drittel der Auszubildenden gab an, aufgrund des eigenen Migrationshintergrunds schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Zwei Drittel der jungen Leute verneinten das.

In der mit Schülern und Vertretern von Stadt und Landkreis voll besetzten Aula präsentierte die Abschlussklasse WAF 12 ihre Resultate. Mit ergänzenden Informationen dokumentierte sie, dass es in Deutschland schon immer Migration gab. Der Schulleiter Bernhard Kleierl lobte sowohl die Idee als auch das Engagement aller Beteiligten.
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