Umgestaltung des früheren Kaufhauses Storg
Viel Licht für offenes Haus

Im Vergleich zur ersten - auch vom Stadtrat favorisierten - Planung hat sich eine signifikante Änderung ergeben: Das ehemalige Storg-Kaufhaus soll um ein weiteres Stockwerk für Wohnungen erhöht werden. Nach Ansicht der Planer und Projektanten werde dem großen Komplex durch die offene und lichtdurchflutete Gestaltung die Wucht genommen. Der solide Beton-Skelettbau lasse diese neue Variante ohne Probleme zu. Repro: oy
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
23.11.2016
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Investor Markus Gildner, die Architekten Professor Jens Wittfoht und Leonardo Sartori sowie Investor Thomas Roidl (von links) standen Rede und Antwort zu der geplanten Neugestaltung des Storg-Kaufhauses. Bild: Royer

Sie kamen von einer Besprechung in der Stadtverwaltung und waren guter Dinge. Planer und Investoren sehen sich bei der Umgestaltung des früheren Kaufhauses Storg auf dem richtigen Weg. Es gibt zwar gegenüber dem ersten Entwurf einige Änderungen, aber ein Aspekt ließ bei allen Beteiligten größere Steine vom Herzen fallen.

Die Bändigung des "schlafenden Monsters" kann nach Ansicht von Markus Gildner und Thomas Roidl von der Solgarden GmbH, die bei diesem Großprojekt an der Eingangstür zur Altstadt als Geldgeber auftreten, schon in absehbarer Zeit beginnen. Beim Besuch in der SRZ-Redaktion konkretisierten sie zusammen mit den Architekten Professor Jens Wittfoht und Leonardo Sartori ihre bereits Ende Juni vorgestellten Planungen zur Flächenkonversion.

Große Unbekannte


Galt vor einem knappen halben Jahr die Bausubstanz der alten Storg-Immobilie, die gemeinhin in der Bevölkerung als Schandfleck gilt, als große Unbekannte, konnte die Expertenrunde in dieser Hinsicht schon Entwarnung geben. Begehungen und Untersuchungen ließen eine grundsolides und statisch äußerst tragfähiges Innenleben erkennen.

"Bei der Tragfähigkeit der Bauteile im gewerblichen Bereich werden viel höhere Lasten angelegt, als im Wohnungsbau, deshalb haben wir hier sicher genügend Luft nach oben", erläuterte Wittfoht. Der als Beton-Skelettbau ausgeführte Komplex werde nach den Rückbauarbeiten als solider Rohbau dastehen.

Bei den Untersuchungen habe sich zudem ergeben, dass die Feuchtigkeit im Gebäude keine Probleme bereite. Auch sei die Außenfassade - wie vereinzelt vermutet - nicht mit Asbest belastet, da sie aus Keramikplatten bestehe. "Es soll ein offenes Haus mit viel Licht entstehen. Wir werden das Gebäude von oben öffnen und ein Atrium mit Wandelgängen auf den Geschossebenen einfügen. Das erhält einen ganz anderen Charakter, es wird sich künftig darin immer etwas Leben abspielen", nennt der Planer die Grundüberlegungen seines Büros Wittfoht-Architekten. Wie Gildner und Roidl als Projektanten erklärten, habe durch die Überplanung der Baukörper weitere Strukturen gewonnen. Auch habe man sich von gewissen Erstüberlegungen aus baurechtlichen und aus Schallschutz-Gründen verabschiedet.

Neue PlanungUntergeschoss: Anstatt Disco und Gastronomie entstehen in einer zweistöckigen Tiefgarage rund 35 Stellplätze.

Erdgeschoss: Nutzung ausschließlich für Gastronomie.

I. Obergeschoss: Aufgrund verschiedener Nachfragen von Ärzten ist dort die Einrichtung eines medizinischen Versorgungszentrums angedacht.

II., III. und (neu) IV. OG: Wohnungen für dauerhafte und temporäre (Anleger) Nutzer.

Dachgeschoss: Wohnungen.

Atrium: Wegen der ursprünglich schlechten Belichtung des Kernbereichs wird ab dem 2. Stock aufwärts ein Lichthof mit Wandelgang und hängendem Garten eingefügt.

Wie die Investoren Markus Gildner und Thomas Roidl berichten, gebe es für die Planung auch von der Stadtverwaltung sehr positive Signale. Über einen Wettbewerb zur Namensfindung für das Gebäude sollen auch die Bevölkerung, pro Su-Ro und verschiedene Fachstellen eingebunden werden. Sollte bis 31. März 2017 eine Vorverkaufs-Quote von 40 Prozent bei Wohnungen und Praxen erreicht sein, könnte der Bau im Juni 2017 starten. (oy)
1 Kommentar
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Rene Kinderlein aus Sulzbach-Rosenberg | 24.11.2016 | 10:21  
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