Untersuchung lässt keine Zweifel zuz
Erlbach-Brücke ist 82 Jahre alt

Mit ziemlicher Sicherheit stammen die Pfähle von einer Brückenkonstruktion, die im Jahr 1934 über den Erlbach gebaut wurde. Bild: Royer


NachgefragtErlbach-Brücke ist 82 Jahre alt

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Zunächst schien es durchaus im Bereich des Möglichen, dass die in der vorletzten Aprilwoche beim Abbruch der alten Brücke am Erlheimer Weg zum Vorschein gekommenen Holzpfähle aus einer Zeit um das Jahr 1500 stammen könnten (SRZ berichtete).

Erste Voruntersuchungen durch Archäologe Dr. Mathias Hensch sowie die historischen Gegebenheiten ließen solche Schlüsse zu. Die genaue labortechnische Bewertung und die dendrochronologische Untersuchung brachten die Tatsachen dann aber genau ans Licht.

"Die Datierung der von uns bestimmten Probe aus Pfahl Nr. 34 gehört in den Zeitraum von 1815 bis 1920. Setzen wir die Fällung der Bäume - wie es die Übereinstimmung mit der dendrochronologischen Kurve ja nahelegt - im Jahr 1934 voraus, so wurde mit Probe 34 der Jahresring 1896 datiert. Damit liegt die Probe exakt in der wahrscheinlichsten Datierungsspanne der Wuchszeit von 1815 bis 1920. Somit ist das Bauwerk mit über 99 Prozent Wahrscheinlichkeit im Jahr 1934 errichtet worden", erläutert Hensch.

Der Archäologe nimmt deshalb an, dass die Brücke vom Reichsarbeitsdienst im Zusammenhang mit der Begradigung des Erlbachs gebaut wurde. Dabei wurden 70 Pfähle eingebracht, um die Überquerung auch mit Lastwagen möglich zu machen. Weiter merkt der Experte an, dass nach Einsicht im Urkataster der alte Übergang weiter südlich der jetzigen Baustelle in Richtung Burgberg angelegt war. Dies würde für die Passage in Nähe von Hag- und Neutor durchaus Sinn ergeben.

Weitere Untersuchungen im Umgriff würden laut Dr. Mathias Hensch aufgrund der dortigen guten Erhaltungsbedingungen bei etwaigen Funden durchaus sinnvoll sein.
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