Verkehrssicherheitskurs für Flüchtlinge
Schau rechts, schau links

Die Teilnehmer mit Bildungskoordinatorin Maria Bogner, Dozentin Dorothea Drexler und Polizeioberkommissar Uwe Aulinger (Vierte, Fünfte und Sechster von links) an der Meister-Kreuzung. Bild: Gebhardt
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
05.09.2016
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Was ist "Rechts vor links"? Was bedeutet dieses Verkehrschild? Wann kann ich über die Straße gehen? Fragen, die ein Stadtbürger sofort beantworten kann. Ein neu Zugewanderter tut sich da schwer. Doch die Volkshochschule weiß Rat, gemeinsam mit Polizei und Sulzbach-Rosenberg hilft.

Mobilitäts- und Verkehrssicherheit, das sind übergreifende Bildungsaufgaben für junge und erwachsene Migranten. Deswegen gab es nun eine Aktion, die der Sicherheit dient. Es wirkten mit: die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg (Polizeioberkommissar Uwe Aulinger), die Volkshochschule Amberg-Sulzbach mit Bildungskoordinatorin Maria Bogner, und Dozentin Dorothea Drexler sowie die Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" mit ihrem Sprecher Peter Geiger. Angeboten wurde für den Alpha-Deutschkurs der VHS ein umfassender Mobilitäts- und Verkehrssicherheitskurs.

Soziale Verantwortung


Der Unterricht ging von der Lebenssituation und den Erfahrungen der Kursteilnehmer im Verkehr sowie von ihren Mobilitätsbedürfnissen aus. Er umfasste neben der Sicherheit auch die soziale, verantwortungsvolle Teilnahme am Straßenverkehr, um sich hier vielseitig und sicher beteiligen zu können.

Das bedeutet: Der Fußgänger, Radfahrer, Lenker und Mitfahrer von motorisierten Vehikeln und auch der Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel muss sich umsichtig und sicherheits- sowie gefahrenbewusst verhalten.

Der Unterricht vermittelte vor allem die wichtigsten Verkehrsrechte, Verkehrsverhalten und Vorschriften. Erläutert wurden Straßenschilder, das System "Rechts vor links" beim Abbiegen, die Auswirkungen von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sowie die Strafen bei Verstößen.

Als Lern- und Handlungsorte dienten naturgemäß zunächst die unmittelbaren Erfahrungsräume der Kursteilnehmer, nämlich ihre Wohn- bzw. Schulumgebung. Hier nehmen sie vor allem als Fußgänger, Radfahrer und Mitfahrer im Auto, Bus oder Bahn am Straßenverkehr teil.

Die Kursteilnehmer sollen aber auch als Multiplikatoren wirken: Ziel der Aktion war es, sie zu befähigen, ihrerseits künftige neu Zugewanderte über das Verkehrsverhalten in Deutschland und die Unfallzahlen aufzuklären.

Realität erlebt


Dann wartete die reale Verkehrswelt: Am stark befahrenen "Meister-Kreuz" erklärten ihnen die Ausbilder das Regelwissen, spezielle Vorschriften und verkehrsrechtliche Fragen. All das setzte die Gruppe sofort in die Praxis um und demonstrierte richtiges und sicheres Verhalten auch im starken Straßenverkehr.

Welches Verhalten wünschen sich die Initiatoren für die Zukunft? Maria Bogner erklärt: "Sie sollen ihre soziale Rolle im Verkehr eigenständig und kompetent wahrnehmen und sich dann mit den Anforderungen des Verkehrs sowie seinen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt auseinandersetzen."
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