Verunglückter Autokran wird geborgen
Nachts wieder senkrecht

Reichlich demoliert steht der Kran in der Wiese: Nach dem Aufrichten und dem Bergen aus dem Bachbett wartet er auf den 500-Tonnen-Spezialkran und seinen endgültigen Abtransport. Bilder: Gebhardt (3)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
14.06.2016
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Zumindest steht er jetzt wieder auf seinen zehn Rädern, der weiße Autokran: In der Nacht zum Dienstag hoben Spezialisten den havarierten Riesen bei Weigendorf aus dem Bachbett, in das er gestürzt war. Die endgültige Bergung ist für Mittwochvormittag geplant. Und die geschätzte Schadenshöhe wächst.

/Weindorf. (ge) Kurz vor dem Ortseingang von Weigendorf hatte sich der Unfall am Montag gegen 17.05 Uhr ereignet: Ein 59-Jähriger war mit dem schweren Fahrzeug auf der B 14 von Sulzbach-Rosenberg in Richtung Weigendorf unterwegs. Das Gerät kam aus einer Lackiererei in Auerbach und befand sich quasi auf der Jungfernfahrt zurück ins Werk nach Lauf.

Leicht verletzt


In einer langgezogenen Rechtskurve geriet der Kran mit den rechten Rädern aufs Bankett und zog dort eine tiefe Furche. Der 59-Jährige hatte ihn nicht mehr unter Kontrolle. Schließlich durchbrach das Fahrzeug die Leitplanke, rutschte eine Böschung hinunter und kippte in einem Bachlauf auf die rechte Seite. Der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu, konnte sich selbst befreien und wurde später durch den Rettungsdienst ins St.-Anna-Krankenhaus gebracht.

Zur Unfallstelle eilten die Feuerwehren aus Weigendorf, Haunritz/Högen, Pommelsbrunn und Neukirchen, auch ein Spezial-Bergungsunternehmen rückte an. Die Bundesstraße wurde gesperrt, dann begannen die Fachleute mit der vorläufigen Bergung. Nach dem Wiederaufstellen des Krans mussten die Arbeiten in der Nacht zum Dienstag aber gegen 3 Uhr zunächst eingestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt war die B 14 wieder in beide Richtungen befahrbar.

Die Bergung läuft nun erst am Mittwochvormittag wieder an. Dazu wird abermals eine Vollsperrung notwendig. Das Staatliche Bauamt schildert in Absprache mit dem Landratsamt eine Umleitungsstrecke aus. Die Feuerwehren sorgten nicht nur für Umleitungen und Ausleuchtung der Unfallstelle, sondern errichteten auch eine Sperre mit Ölbinder im Bach.

33 Leitplanken kaputt


Die Höhe der Schäden an Autokran, Straßeneinrichtungen und Umwelt seien noch schwer einzuschätzen, meinte die Polizei, sie dürften sich aber auf mehrere Hunderttausend Euro belaufen. Immerhin seien 33 Leitplankenfelder demoliert, größerer Flurschaden entstanden und die Fahrbahn durch die Bergungsarbeiten in Mitleidenschaft gezogen. "Sogar ein Schaden zwischen 500 000 Euro und einer Million ist möglich."
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