Vikar Stefan Fischer stellt sich der Gemeinde vor
Christuskirche wieder Ausbildungsplatz für angehenden Pfarrer

Kniend empfing Vikar Stefan Fischer den Segen, den (von rechts) Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz, Vikarin Kathrin Spies, Vertrauensmann Günter Schultheiß vom Kirchenvorstand und Pfarrer Dirk Grafe spendeten. Bild: cog
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
10.03.2016
252
0

Seit 1. März wird in der Gemeinde Christuskirche - zum ersten Mal seit Jahrzehnten - ein Vikar ausgebildet. In einem Gottesdienst stellte sich der junge Theologe Stefan Fischer der Gemeinde vor.

"Ich wünsche Ihnen, dass sich die Türen öffnen und Sie überall mit interessierter Neugierde empfangen werden", hieß ihn Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz willkommen. Die Kirche war fast voll, denn nicht nur die Sulzbacher waren gekommen, sondern auch Gäste aus Wirbenz, wo Stefan Fischer sein Praxisjahr verbracht hat, und aus Auerbach, seinem Geburtsort. Von dort waren auch katholische Priester und Ordensfrauen angereist.

"Ja mit Gottes Hilfe


Fischer verpflichtete sich, seine Aufgaben treu und gewissenhaft wahrzunehmen. Er bekannte sich zu seiner Bindung an das Evangelium von Jesus Christus und versprach, sich zu bemühen, sein Verständnis des biblischen Zeugnisses zu vertiefen und sich immer fester darin zu gründen. Auf die Verpflichtungsfrage antwortete er: "Ja, mit Gottes Hilfe."

Dr. Kurz erbat den Heiligen Geist für Fischer, dann kniete der Vikar nieder. Der Stadtpfarrer und die Assistenten bei der Berufung - Günter Schultheiß, der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Pfarrer Dirk Grafe, der stellvertretende Dekan von Weiden, sowie Vikarin Kathrin Spies, Fischers Kommilitonin aus Neuendettelsau - legten ihm die Hände auf, segneten ihn und sprachen ein biblisches Segenswort. Vikar Fischer bekräftigte seine Berufung mit Amen.

Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz predigte über Josua 1, 5-6. Hier gibt Gott Josua den Auftrag, nach Moses Tod das Volk Israel ins Gelobte Land zu führen. Gott ermutigt ihn mit den Worten: "Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt." Die Ausbildung für den Pfarrberuf, führte Dr. Kurz aus, dauert länger als eine biblische Berufungsgeschichte, und niemand erwartet von einem Vikar, dass er die Gemeinde ins Gelobte Land führt. Die Zusage Gottes sei aber gleich und gelte bis heute.

"Sich etwas zutrauen"


Deshalb ermutigte er Fischer, sich etwas zuzutrauen, denn Gott und die Kirche trauten ihm ebenfalls etwas zu. Die Gläubigen forderte er auf, mit dem Vikar getrost und unverzagt umzugehen. Beim Abendmahl lernte die Gemeinde Fischer erstmals in seinem neuen Amt kennen.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Dekanatskantor Gerd Hennecke an der Orgel und dem Posaunenchor gestaltet. Die Bläser der Gemeinde wurden dabei durch Musiker aus Wirbenz verstärkt.

Anschließend folgte ein Empfang im Gemeindesaal. Vikar Stefan Fischer gewann dabei in Gesprächen mit vielen Sulzbach-Rosenbergern einen ersten Eindruck vom vielfältigen Gemeindeleben.

Zur PersonVikar Stefan Fischer, 27 Jahre alt, stammt aus Auerbach. Dort war er Mitglied im Kirchenvorstand und Ökumene-Beauftragter. Sein Praxisjahr leistete er in der Pfarrei Wirbenz im Dekanat Weiden. Sein Studium der evangelischen Theologie in Neuendettelsau und Erlangen schloss er mit dem Ersten Theologischen Examen ab. Bis Herbst 2018 bereitet er sich in der Gemeinde Christuskirche mit seinem Mentor, Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz, und im Predigerseminar auf die Aufgaben eines Priesters vor. (cog)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.