Vortrag von Kreisheimatpfleger Dieter Dörner
Geschichte des Hopfenanbaus in der Region

Der Quellenlage nach wird seit 1031 in der Region Bier gebraut. In Erlheim, das damals zum Kloster Emmeram in Regensburg gehörte und einige Seidel Bier dorthin lieferte. Auf die heuer gefeierten 500 Jahre Reinheitsgebot kommen also noch ein paar Hundert Jahre an lokaler Braugeschichte drauf.

Das thematisiert Kreisheimatpfleger Dieter Dörner am Mittwoch, 11. Mai, ab 19 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule Sulzbach-Rosenberg.

Der Hopfenanbau und die ersten Braustätten werden Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnt. Doch Bayern war damals noch Weinland. Die durchschlagende Wende kam eigentlich erst Ende des 18. Jahrhunderts. Die Bauern sahen, dass mit Hopfen weitaus mehr Geld zu verdienen ist als mit Getreide. Zahlreiche Hopfengärten wurden im Oberpfälzer Jura angelegt. Der Großteil der Ernte wurde nach Böhmen exportiert. 1908 gab es im Bezirksamt Sulzbach noch 308 Hektar Anbaufläche, doch die Hallertauer Bauern drängten auf den Markt. Zudem wurde Nürnberg zu einem Schwerpunkt der Industrialisierung und zog die für Hopfenanbau notwendigen Arbeitskräfte ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hopfenproduktion mehr und mehr reduziert. Im Amberg-Sulzbacher Land gab es damals nur noch einige wenige Anbauflächen in Deinsdorf, das heute zur Gemeinde Weigendorf gehört.

Der Eintritt zu dem Vortrag kostet fünf Euro (Anmeldung nur noch heute). Die Veranstaltung dient auch der Vorbereitung auf die VHS-Exkursion zur Landesausstellung Bier am Samstag, 4. Juni, nach Aldersbach.
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