W-Lan für die Polizei-Fachhochschule kommt
Netz in greifbarer Nähe

In den Gebäuden am oberen Bildrand wird das W-Lan-Netz entstehen und bis zum Hallenbad (rechts oben) reichen. Die BePo-Dienstgebäude rechts unten bleiben aber ausgespart. Bilder: Gebhardt (2)
Vermischtes
Sulzbach-Rosenberg
03.11.2016
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Die Aufregung war groß, aber jetzt hat sie sich gelegt: Die Studenten der Fachhochschule der Polizei bekommen W-Lan umsonst. Die VII. Abteilung der Bereitschaftspolizei lehnt sich finanziell aus dem Fenster und sorgt für die volle Abdeckung der Gebäude der FH. Nur ihr Chef, der bekommt - nichts.

Wir erinnern uns: Am Freitag vermeldete die SRZ, dass die Polizei-Fachhochschule wohl die einzige ohne flächendeckenden Internetzugang sei. Dies hatte bei der Diplomierungsfeier der Sprecher der Studenten bemängelt, Staatssekretär Gerhard Eck als Gast wollte sich bei der Problemlösung einschalten.

Das braucht er jetzt wohl nicht mehr: Wie sich herausstellte, läuft die Aktion W-Lan bereits und wird vielleicht sogar noch heuer abgeschlossen. Da hat sich wohl was überschnitten: Leitender Polizeidirektor Josef Strobl, Chef der VII. BePo-Abteilung, ließ unsere Zeitung wissen, dass man schon seit zwei Jahren intensiv an diesem Projekt arbeite: "Wir haben bereits seit 2014 eine Arbeitsgruppe gebildet, die seitdem aktiv ist, und schaffen damit freiwillig einen Zusatznutzen für die FH!"

Bauarbeiten beginnen


Polizeihauptkommissar Andreas Aigner leitet diesen Stab und erinnert daran, dass schon seit 2001 ein sogenanntes I-Café, ein Internet-Zugang für freies Surfen, bestanden habe. Dieser sei aber sechs, sieben Jahre später mangels Nachfrage eingestellt worden. Die Fachhochschule habe einen Internet-Lehrsaal mit 15 Plätzen, die Studenten nach Dienst auch privat nutzen dürften, verbunden über das bayerische Behördennetz.

Die Ausschreibungen und Prüfungen der Angebote zogen sich dann bis heuer hin und endeten im Sommer. Jetzt starten die Bauarbeiten: 13 sogenannte "Outdoor-Accesspoints" werden außen auf den Dächern montiert, sie versorgen die Unterkunftszimmer in den Seminaren und der Fachhochschule mit dem W-Lan-Netz. Einer von ihnen kommt übrigens auch an das Lehrsaal-Gebäude, einer muss per Kabel angeschlossen werden, sein Mast steht dann vor dem Hallenbad. "Indoor-Accesspoints", vier an der Zahl, ergänzen das Netz in den Lichthöfen. Das Ganze kostet einen mittleren fünfstelligen Betrag aus dem Etat der BePo. "Aber die Fachhochschule beteiligt sich natürlich an den Kosten, auch am Unterhalt", verweist Leitender Polizeidirektor Josef Strobl auf die entsprechende Vereinbarung zwischen den Partnern. Eine Innenversorgung der Gebäude per Kabel hätte ein Vielfaches gekostet.

Vielleicht noch heuer


Den Betrieb übernimmt die Gesellschaft BayernWLAN, die bereits viele Kommunen, darunter auch Sulzbach-Rosenberg, betreut. Wenn alle Geräte rechtzeitig eintreffen, könnte bis Jahresende der Zugang stehen. Im 1. Quartal 2017 ist er aber auf jeden Fall verfügbar. Nur für den Chef Josef Strobl hat es nicht mehr gereicht: Sein Dienstgebäude bleibt (noch) unversorgt.
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