Wettbewerb für Landwirte in der Oberpfalz
Ackerwildkräuter gewinnen Preise

Getreide und wilde Ackerkräuter - ein Bild, das in unseren Breiten selten geworden ist. Bild: hfz
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) schreibt zusammen mit dem Bund Naturschutz (BN), dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und den Bioverbänden zum zweiten Mal einen "Ackerwildkraut-Wettbewerb" aus.

Austragungsregion 2016 ist die Oberpfalz. Landwirte können sich dazu für mehr Artenvielfalt auf ihren Äckern anmelden. Barbara Ströll, Managerin der Ökomodellregion Amberg-Sulzbach, erläuterte im SRZ-Gespräch die Hintergründe.

SRZ: Was ist das Ziel des ausgeschriebenen Wettbewerbs?

Barbara Ströll: Ziel des Wettbewerbs ist es, diesen oft unscheinbaren Arten wieder mehr Beachtung zu schenken. Prämiert werden Äcker, auf denen zwischen der Feldfrucht auch noch seltene Ackerwildkräuter wachsen und damit eine Arten- und Strukturvielfalt besteht. Gesuchte Ackerwildkräuter sind vor allem die Arten auf den Grenzertragsstandorten der Kalk- oder Sandäcker, die wegen des zunehmenden Produktionsdrucks selten geworden sind, wie zum Beispiel Frauenspiegel, Acker-Rittersporn oder Acker-Wachtelweizen.

Wer kann beim ausgelobten Wettbewerb alles mitmachen?

Mitmachen kann jeder landwirtschaftliche Betrieb in der Oberpfalz, der solche Arten auf einem seiner Äcker vermutet. Anmeldeformulare liegen bei den Ämtern für Landwirtschaft, den Landschaftspflegeverbänden und den BN-Kreisgruppengeschäftsstellen aus. Die Anmeldung ist auch per Internet möglich unter: www.lfl.bayern.de/Ackerwildkraut-Wettbewerb. Nur die ersten 50 Anmeldungen können berücksichtigt werden.

Wie ist es um die Ackerwildkräuter bestellt und wie lange läuft die Bewerbungsfrist?

Bewerben kann man sich bis zum 15. April. Danach werden die Flächen bewertet und die 15 besten ausgewählt. Konventionelle und Bio-Äcker werden getrennt bewertet und ausgezeichnet. Heute gilt mehr als ein Drittel der Ackerwildpflanzen als gefährdet, einige sind sogar schon ausgestorben. Grund dafür ist die Intensivierung der Landwirtschaft.
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