Wohin die Sulzbach-Rosenberger in den Urlaub aufbrechen
Kreuzfahrten auf Erfolgswelle

Einen regelrechten Boom erleben Destinationen an der Nord- und der Ostsee (im Bild das Seebad Sellin auf Rügen). Derzeit sind alle Unterkünfte ausgebucht. Bild: Gebhardt
 
Alexandra Kästl-Weiß verzeichnet für den Sommerurlaub einen verstärkten Trend bei Fernreisen, wie etwa nach Asien oder in die Karibik.

Es besteht zwar keine direkte Warnung vor Reisen in die Türkei, aber das Auswärtige Amt mahnt bei dortigen Aufenthalten zur Vorsicht. Diese Tatsache und die zurückliegenden Terroranschläge wirken sich auf die Urlaubsplanung aus. Die SRZ fragte bei den Reisebüros der Stadt nach Trends und Alternativen.

War im letzten Jahr Griechenland mit seinen Inseln eher weniger gefragt, trifft dieses Schicksal heuer die Türkei. Die Urlauber aus der Herzogstadt und dem Umland meiden diese Krisenregion, schwenken stattdessen wieder mehr auf Hellas um oder streben gleich in den hohen Norden Deutschlands: In den Übernachtungsbetrieben an Nord- und Ostsee vermelden die Reiseveranstalter "Vollbelegung".

Reisebüro Ottmann: "In die Türkei will fast keiner mehr, das gleiche gilt für Marokko und Tunesien, dafür ist Spanien wieder sehr gefragt. Auf Mallorca sind beispielsweise alle Destinationen überbucht", weiß Inhaber Fritz Ottmann. Vor allem bei Kreuzfahrten sieht er einen regelrechten Boom. Es gebe jährlich mehr Schiffe, viele attraktive Pakete und hohe Kinderermäßigungen.

Wegen der Ausfälle der Türkei-Reisen sieht der alteingesessene Vermittler schon Umsatzeinbußen. "Es wird dann manchmal umgebucht, oder ganz auf die Reise verzichtet. Städtereisen liegen zwar im Trend, aber sind eigentlich kein richtiger Urlaubsersatz, da in kurzer Zeit viel unternommen wird. Dabei komme dann die Erholung zu kurz.

Reisebüro Kästl: Eine verstärkte Nachfrage nach Fernreisen, wie etwa nach Südostasien oder in die Karibik verzeichnet Alexandra Kästl-Weiß. Die frühere Beliebtheit der Türkei macht die Expertin an den großen Hotelanlagen und dem guten Preis-Leistungsverhältnis fest. Auch seien Griechenland und Spanien wieder stärker als Urlaubsziele der Herzogstädter im Gespräch. An Beliebtheit nicht verloren hätten aber auch Italien, Kroatien und der Gardasee.

"Äußerst beliebt sind auch Aufenthalte an Nord- und Ostsee. Dort ist aktuell nichts mehr zu bekommen", ergänzt Kästl-Weiß gegenüber der SRZ. Bei den Kreuzfahrten teilt sie die Meinung ihres Branchen-Kollegen und ergänzt, dass diese Unternehmungen schon weit im Voraus gebucht würden.

Reisebüro Bruckner: Bei diesem Anbieter dreht sich eigentlich alles um Busreisen. "Mit unseren Angeboten in Österreich, der Kulturhauptstadt Breslau oder den Erholungsaufenthalten im Südtiroler Völlan haben wir auch heuer ein sehr gutes Näschen gehabt", erklärt Inhaber Peter Bruckner die Hauptausrichtung. Trends in Richtung Österreich oder Südtirol erkennt er bei Vereinsfahrten. Ungebrochen sei auch die Nachfrage bei Tagesausflügen, und die "Fahrt ins Blaue" hat als Klassiker noch immer sehr viele Freunde.

Reisebüro Richthammer: Beim im Bahnhofsgebäude ansässigen Vermittler rangieren Städtereisen nach Prag mit dem Zug ganz oben auf der Skala. "Das hängt ganz klar mit den günstigen Fahrkarten in die tschechische Landeshauptstadt zusammen", weiß Alexander Stahl. Verstärkt nachgefragt werden bei ihm auch die Kanaren von jüngeren Urlaubern, Italien und Österreich. Das beschauliche Madeira sei eher das Ziel der Ü 50-Generation.

Zunahmen verzeichnet der Büro-Inhaber auch bei Radfahrer-Reisen, wie etwa in der Gegend Bingen-Koblenz entlang an Rhein und Mosel. Bei Kurzentschlossenen für Städte-reisen sei Hamburg eine gute Ziel-Option.
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