Zertifikat „Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach“ geht an die Krötensee-Mittelschule
Die summende Kröte

Mit einem "Hip-Hop gegen den Klimawandel" begrüßten die Schüler ihre zahlreichen Gäste.
 
Landrat Richard Reisinger (Mitte) verlieh das Zertifikat "Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach" an Rektor Peter Danninger (rechts). Mit im Bild (von links) Leitender Schulamtsdirektor Peter Junge und Bürgermeister Michael Göth sowie (Zweiter von rechts) Manfred Klemm. Bilder: wbe (2)

Es gibt nur zwei Schulen in der Region, denen das Zertifikat "Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach" verliehen wurde: Eine davon ist die Krötensee-Mittelschule. Zu diesem Anlass versammelten sich die Mädchen und Jungen zur Feierstunde in der Aula, zu der Rektor Peter Danninger auch viele Ehrengäste begrüßte.

Doch die eigentliche Arbeit hatte schon drei Jahre zuvor begonnen. Damals, im Juli 2013 wurde die Krötensee-Mittelschule als Pilot für das Projekt "Energieschule Amberg-Sulzbach" ausgewählt. Dessen Leiter Manfred Klemm verdeutlichte, dass das damalige Ziel war, Energiebildung als Prinzip im Alltag zu verankern, um in den Schülern ein Umwelt- und Energiebewusstsein zu wecken. Zu viele Fehler waren in der Vergangenheit gemacht worden, als Öl und Benzin noch so billig war, dass sich niemand über Energiekosten Gedanken machte und damit die Luftverschmutzung immer mehr zunahm. Unterstützung erfuhr das Projekt vom Landkreis, dem Zentrum für erneuerbare Energie (ZEN), der Klimaschutzkoordinatorin, dem Schulamt, der Stadt Sulzbach-Rosenberg und den Mentoren der AG Schule.

Ernst genommen


Mentor Ekkehard Brühschwein verdeutlichte anhand eines Energiewürfels den CO2-Ausstoß eines Autos und dessen tödliche Auswirkungen auf die Menschen. Wie ernst die Lehrer mit ihrem Energiebeauftragten Hermann Dotzler und allen Schülern an die Sache herangegangen waren, zeigte die Vorstellung der Aktionen der vergangenen drei Jahre. So machte der Parcours zum fairen Handeln den Umweltschutz in den Erzeugerländern und menschenwürdige Arbeitsbedingungen dort deutlich.

In der Schule wurden auch Produkte aus fairem Handel aus dem Eine-Welt-Laden Amberg verkauft. Die "Baustelle Energie" im Hinblick auf erneuerbare Energie machte Schülern bewusst, wie jeder selbst Energie sparen und beitragen kann, den Klimawandel zu bremsen. In der Aula wurde eine Recycling-Ecke zum Sammeln von Batterien eingerichtet. Bei der Aktion "Plant-for-the-planet" wurden 600 Bäume gepflanzt. Doch die Berechnung zeigte, dass sechsmal so viele Bäume nötig wären, um den Wärmeenergie- und Stromverbrauch der Schule auszugleichen.

Es wurden jährlich Energietage abgehalten, bei denen die Schüler interessante Ergebnisse aus den verschiedenen Recherchen und Projekten rund um das Thema "Energie und Energieeinsparung" präsentierten. Es wurden Spiegeleier mit dem Solartopf gebraten, Versuche mit Photovoltaik und Windanlage durchgeführt. Die Schüler durften das Elektroauto Zoe "erfahren", stellten selbst Papier her, verdeutlichten die Notwendigkeit von regionalem und dadurch energiesparendem Einkauf, berechneten die Schulweg-CO2-Bilanz und sie entwarfen Plakate mit Hinweisen zum Energiesparen. Jede Klasse wählte einen Klimamanager. Selbst in den Kunstunterricht fand das Thema Eingang, und Müll verwandelte sich in Kunstobjekte.

Im neuen Lehrplan


Für diese Arbeit dankte Landrat Richard Reisinger den Beteiligten und wünschte sich, dass die Schüler als neue Generation Vorbilder, Pioniere sein sollen für den Umgang mit Energie im Landkreis. Umwelt und Klima hätten es verdient. Leitender Schulamtsdirektor Peter Junge erläuterte, dass die Nachhaltigkeit im neuen Lehrplan plus verankert sei und die Fächerverbindung Physik/Chemie/Biologie (PCB) in Natur und Technik umgewandelt wurde. Bürgermeister Michael Göth hoffte, dass die Energieeinsparung das private Verhalten noch mehr schärfen werde. Er stellte in Aussicht, dass in der Krötensee-Mittelschule die Beleuchtung nachgerüstet werde, um noch mehr Energie zu sparen.
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