Abschlussprüfung und Freisprechungsfeier für das Schreinerhandwerk
Gesellenbrief exzellente Basis

Die Besten mit den Gästen (von links): stellvertretender Landrat Franz Birkl, Vize-Kreishandwerksmeister Rudi Gössl, Anna Geilersdörfer (vor ihr das Gesellenstück, eine versenkbare Nähmaschine), Obermeister Richard Siegler, Sebastian Kummert, Oberstudiendirektor Bernhard Kleierl, Markus Neubauer und Bürgermeister Michael Göth. Bild: gf
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
02.08.2016
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An der Abschlussprüfung der Schreiner beteiligten sich 26 Auszubildende: Zehn von ihnen kommen aus der Innung Schwandorf, acht aus der Sulzbach-Rosenberger, drei aus der Amberger. Fünf Gesellen haben ihr Handwerk in der Justizvollzugsanstalt Amberg erlernt.

Bei der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Schreiner-Innungen aus Amberg, Schwandorf und Sulzbach-Rosenberg in der Aula des Beruflichen Schulzentrums in Sulzbach-Rosenberg betonte Richard Siegler, der Amberger Obermeister, dass Holz zwar nur ein einsilbiges Wort sei. Dahinter verberge sich aber eine Welt voller Schönheit und Wunder.

Die Lehrzeit sei nun mit der Gesellenprüfung abgeschlossen. Die letzten Wochen seien geprägt gewesen von Entwürfen für das Gesellenstück, dessen Zeichnung, theoretischer Prüfung, Fertigung des Gesellenstücks, mündlicher Prüfung und praktischer Arbeitsprobe. Die Junggesellen müssten nun Erfahrung sammeln, auch über Weiterbildung oder Spezialisierung nachdenken.

Beeindruckt als "Nicht-Schreiner" sei er von den ausgestellten Gesellenstücken, betonte Oberstudiendirektor Bernhard Kleierl. Das Berufliche Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg sei stolz auf eine bestens ausgestattete Schreinerwerkstatt nebst Fachräumen. Kleierl unterstrich die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, bei der Azubis, Ausbildungsbetriebe und Berufsschule darauf bedacht seien, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Der Leiter des Schulzentrums bedauerte, dass die Schreinerausbildung der einzige Bauberuf sei, der im Landkreis Amberg-Sulzbach noch beschult werde. Mit der erfolgreich abgelegten Prüfung hätten die jungen Handwerker gezeigt, was sie gelernt haben. Der Gesellenbrief sei eine exzellente Grundlage für das künftige Berufsleben, bei dem auch Eigeninitiative, Lernfähigkeit und Ausdauer gefragt sein würden.

Stellvertretender Landrat Franz Birkl ermahnte die Junggesellen, im Handwerk zu verbleiben. Holz sei ein nachwachsender Rohstoff, aus dem der Schreiner werthaltige Möbelstücke fertige. Gut seien die beruflichen Perspektiven. Qualifizierte Handwerker seien gefragt wie lange nicht mehr. Auf die Gesellen kämen bei entsprechender Fortbildung Meisterprüfung und Selbstständigkeit zu, dann seien sie an der Reihe, junge Menschen als Schreiner auszubilden.

Auch Michael Göth, Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg, hob hervor, dass keiner der neuen Gesellen in eine ungewisse Zukunft entlassen werde. Nur müssten sie künftig ohne Anleitung ihres Meisters arbeiten. Die Gesellenstücke bewiesen, dass sie ihr Handwerk gelernt hätten. "Bleibts Schreiner", betonte Rudi Gössl, stellvertretender Kreishandwerksmeister und Obermeister der Schreiner-Innung Sulzbach-Rosenberg, "und wanderts nicht in andere Berufe ab." Als Prüfungsbester wurde Markus Neubauer geehrt, der in der Schreinerei Plössner in Vilseck gelernt hat. Neubauer und Anna Geilersdörfer wurden mit ihren Gesellenstücken für den Wettbewerb "Gute Form" ausgewählt. Aus dem Berufsgrundschuljahr hat Sebastian Kummert mit 1,0 die Bestnote erzielt.
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