Agentur für Agentur empfiehlt in ihrer Juni-Bilanz eine Ausbildung in diesem Bereich:
„Viel spricht für das Handwerk“

Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
01.07.2016
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"Im Geschäftsstellenbereich Sulzbach-Rosenberg blieb der Arbeitsmarkt auch im Juni lebhaft. Die anhaltend stabile konjunkturelle Lage sorgte weiterhin für einen beachtlichen Arbeitskräftebedarf der Unternehmen", bilanziert Geschäftsstellenleiter Franz Elsner in einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit die Entwicklung im vergangenen Monat.

Mitte Juni waren demnach in der Herzogstadt knapp 780 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 20 mehr als im Mai 2016 und 20 weniger als im Juni 2015. Prozentual stieg die Quote im Monatsvergleich von 2,9 auf 3,0. Vor einem Jahr hatte sie 3,1 Prozent betragen.

Im Metall- und Maschinenbau biete sich für Hilfsarbeiter die Chance einer Einstellung über Personaldienstleister. Verstärkten Bedarf an Fachkräften melde auch die Elektro- und Elektronikindustrie. Vor diesem Hintergrund rät Elsner jungen, ungelernten Arbeitslosen, eine Ausbildung, Umschulung oder Teilqualifizierung anzustreben. Die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit seien sehr gut.

Immer schwerer falle es derzeit vielen Branchen, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Arbeitsagentur nennt hier insbesondere Heizungsbau, Spengler, Sanitär, Maschinenbau, Schlosser, Zimmerer und Maler sowie das Bau- und Baunebengewerbe. Offensichtlich bevorzugten Jugendlichen aus verschiedenen Gründen nach wie vor eher Büroberufe. Dabei spreche sehr viel für eine Ausbildung im Handwerk. Seine Berufe ermöglichten es, Kopf und Hand miteinander zu verbinden. Man könne die Ergebnisse handwerklicher Arbeit sehen und anfassen, erläutert Elsner. Das sei für viele am Ende wichtiger, als "nur" im Büro vor dem PC zu sitzen.

Weiterer Pluspunkt: "In den kommenden Jahren gehen vermehrt Betriebsinhaber im Handwerk in den Ruhestand. Hier werden engagierte Fachkräfte mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund gesucht, zum Beispiel Meister, Techniker oder Betriebswirte", sagt Elsner.

Jugendliche, die sich für einen Beruf im Handwerk entscheiden, hätten gute Zukunftsaussichten und Karrieremöglichkeiten. Das Handwerk sei vielfältig: Seine Berufe seien heute moderner und technischer als früher.

Die starke Nachfrage nach Arbeitskräften sei im Vergleich zum Vorjahr nochmals geringfügig angestiegen. Betriebe und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters im ersten Halbjahr rund 580 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, zehn Angebote mehr als im Juni des Vorjahrs.
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