Gleiten ohne Probleme

Solche Elektroautos, wie sie das ZEN schon fährt, und viele andere Mobile werden am Samstag, 19. September, zu sehen und zu testen sein.
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
10.09.2015
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Lautlos rollen sie heran, die weißen Elektro-Autos: Ein Nissan und ein Mitsubishi luden ein zum Testfahren, kaum einer der Probanden stieg hier unbeeindruckt aus. Bürgermeister, Aussteller und Medien bekamen einen Vorgeschmack auf den zweiten Tag der Elektromobilität am Samstag, 19. September, auf dem Dultplatz. Den Termin sollte man sich vormerken.

Eine Million batteriebetriebene Fahrzeuge sollen 2020 über unsere Straßen rollen, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zwar sind es jetzt erst 26 000, doch das Ziel könnte erreicht werden: Gerhard Kopf, Geschäftsführer des ZEN (Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf), sieht nach einer neuen Studie die Zahl durchaus als realistisch an. Das ZEN nutze bereits seit vier Jahren ein E-Mobil und machte beste Erfahrungen damit: "Wir haben problemlos schon 45 000 Kilometer zurückgelegt, ohne nennenswerte Nebenkosten." Allerdings mache das Elektroauto nur dann Sinn, wenn man es auch mit Strom aus regenerativen Energien betanke.

Verkehrsverhalten ändern

Die Gründe für einen zweiten Tag der Elektromobilität sah Kopf ganz klar in der angestrebten Energiewende. "Wir müssen auch unser Verkehrsverhalten umstellen", mahnte er die Gäste.

Gekommen waren zur Programmvorstellung Vertreter von Autohäusern, einige andere Aussteller, der Solarenergie-Förderverein, die Klimaschutz-Manager Katharina List (Landkreis) und Vincent Clarke (Stadt Sulzbach-Rosenberg) und der Vorsitzende des ZEN-Fördervereins Markus Dollacker.

Bürgermeister Michael Göth betonte, dass die Stadt den Klimaschutzauftrag für sehr wichtig erachte und alle Beteiligten an der Senkung des CO2-Ausstoßes arbeiten müssten. Vor allem junge Menschen seien bereit umzudenken und neue Mobilitätskonzepte zu nutzen, schilderte Gerhard Kopf der Runde. Rund 90 Prozent der Privat-Pkw legten pro Tag weniger als hundert Kilometer zurück - eine Distanz, die für die aktuelle E-Mobile-Generation problemlos zu bewältigen sei.

Individuelle Prüfung

Ziel des Aktionstages sei es auch, Ängste zu beseitigen. Die Vorteile der E-Schiene seien, laut Kopf, unübersehbar: großes Drehmoment, geringe Betriebskosten, lokale Emissionsfreiheit, überschaubarer Gesamtverbrauch in Deutschland. Die meisten Fahrzeuge könnten zudem quasi nebenbei geladen werden. Es gilt für jeden individuell zu prüfen, ob sich ein E-Mobil für ihn lohnt. "Diese Möglichkeit wollen wir am Aktionstag bieten", unterstrich Kopf.

Es gibt am Samstag, 19. September, einen Parcours für die kleinen Gäste mit E-Motorrädern, Probefahrten mit Elektroautos, E-Zweirädern und Segways auf ausgewiesenen Teststrecken. Jede Menge Information rund um das Thema, zahlreiche Aussteller und Anbieter sowie Energieberatung sind selbstverständlich.
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