Nach Wasserrohrbruch: Beschädigung zweier wichtiger Stromkabel - Störung bis Obersdorf und ...
Kabelbruch legt Kassen lahm

Am Kaufland sorgte ab dem Nachmittag das Notstrom-Aggregat für die reibungslose Enegieversorgung sämtlicher Anlagen. Bild: Gebhardt
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
01.09.2015
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Wenn etwas schiefgeht, dann schon gründlich: Nachdem am Wochenende ein Wasserrohrbruch mit Feuerwehreinsatz für Aufregung gesorgt hatte, beschädigte ein Bagger bei den Reparaturarbeiten am Dienstag zwei wichtige Stromkabel. Das hatte Auswirkungen auf das ganze Stadtgebiet.

Warum die Schaufel des Baggers in etwa einem Meter Tiefe auf das Mittelspannungs-Stromkabel stieß, ist noch ungeklärt. Jedenfalls hatten die Arbeiter enormes Glück, sie blieben unverletzt: Funken sprühten aus der 20-KV-Leitung, das Erdreich rings um das Kabel verkohlte, und dann ging nichts mehr. In der Trafostation nebenan zerstörte die Überspannung einen Endverschluss, weite Teile des Stadtgebietes hatten keine elektrische Energie mehr, bis nach Obersdorf und Unterschwaig reichte die Auswirkung der Störung.

Polizei vom Netz

In der Innenstadt flackerte gegen 12 Uhr kurz das Licht in den Räumen - Hinweis auf eine Spannungsschwankung. Diese wirkte sich verschieden aus: Während zum Beispiel in der SRZ am Luitpoldplatz alle Geräte wie gewohnt weiterliefen, musste die Polizeiinspektion über eine Stunde auf ihre Festnetzanlage verzichten: Die Ordnungshüter waren telefonisch nicht zu erreichen, es kam das Besetzt-Zeichen.

Beim Obi-Markt in der Nachbarschaft des Schadensortes, im Kaufland selbst und auch bei einigen anderen Märkten gingen die elektrischen Eingangstüren nicht mehr auf, streikten die Kassen und blieben die Gänge dunkel. Teils behalf man sich mit Notstromaggregaten, teils mit Handgeräten.

Kühlung im Griff

Die größte Sorge galt im Kaufland den Kühlprodukten: Eilig rückte ein Speziallaster an, der empfindliche Waren aufnahm, gegen 15.30 Uhr hatten die Experten die Lage endgültig im Griff: Die Mitarbeiter der Main-Donau-Netzgesellschaft, einer Tochter des Stromversorgers N-Ergie, stellten dem Supermarkt ein Notstromaggregat zur Verfügung und kümmerten sich um die Reparatur der beschädigten Leitungen.

Um 13.54 Uhr meldeten die Monteure, dass ein Großteil der Kunden wieder am Netz sei. Lediglich der Anschluss des Kauflandes bedurfte noch einiger massiver Reparaturen, die aber heute abgeschlossen werden dürften.

Verkaufsbereitschaft so schnell wie möglich herstellen

"Unsere Filiale ist normalerweise mit einem Notstromaggregat ausgestattet. Dies war allerdings aufgrund des Wasserrohrbruchs nicht einsatzfähig", schrieb das Kaufland gestern in einer Pressemitteilung. Vom Stromausfall waren Kassen, Beleuchtung und Kühlung betroffen. "Unsere Mitarbeiter haben sofort reagiert und die gekühlte Ware in einen Kühl-Lkw umgelagert. Das Kassieren wurde kurzzeitig mit Hilfe von sogenannten MDE-Geräten manuell erledigt." "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verkaufsbereitschaft der Filiale so schnell wie möglich wieder komplett herzustellen, so dass unsere Kunden spätestens Mittwoch wieder wie gewohnt einkaufen können."
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