Pflanzenbautagung des AELF in Großenfalz
Es geht auch um Emotionen der Verbraucher

Die Referenten der Pflanzenbautagung (von links): Bernhard Fuchs, Maximilian Graml, Wolfgang Wittmann, Willibald Götz, Thomas Mayer. Bild: hi
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
22.01.2016
131
0

Großenfalz. Es war die letzte Pflanzenbautagung für Willibald Götz, der Ende des Monats als Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg in Ruhestand geht. Er nutzte die Veranstaltung in Großenfalz noch einmal, um die Landwirte eindringlich zu bitten, sich um ein gutes Image der oft kritisierten Landwirtschaft intensiv zu bemühen. Man müsse die Aufklärung der Bevölkerung sehr ernst nehmen, sich um Emotionen und Gefühle der Verbraucher kümmern und ihnen mit vielen Gesprächen klar machen, was die Landwirtschaft leiste. Da existiere noch Nachholbedarf gegenüber vielen Nichtlandwirten und Kritikern.

AELF-Mitarbeiter Wolfgang Wittmann sprach vom trockenen Jahr 2015. Besonders der Mais habe darunter gelitten. Thomas Mayer vom Fachzentrum Pflanzenbau Regensburg befasste sich mit den Versuchsergebnissen und Empfehlungen des Pflanzenbauzentrums zum Herbizid- und Fungizideinsatz. 2015 habe man ein Drittel weniger Niederschläge gehabt, oft seien dadurch Spritztermine zu spät angesetzt worden. 2016 müsse man besonders auf die Bekämpfung des Windhalms achten.

Bernhard Fuchs von der "EuroChemAgro GmbH" betonte, wie wichtig die Düngeverordnung sei. Die richtige Schwefelmenge sei gerade für das Grünland wichtig, ein Mangel sei bei Getreide und Raps sehr nachteilig: "Stickstoff und Schwefel bringen gute Ergebnisse, die Bedeutung der Schwefel-Düngung nimmt zu." Grundlage für Erfolge sei die höchstmögliche Stickstoffeffizienz, die Phosphat- und Kaliversorgung. Der organische Dünger sei aber nicht weniger wichtig.

Maximilian Graml von der Erzeugerberatung Oberpfalz betonte, Raps brauche auch Bor. Für die Unkraut-Bekämpfung im Frühjahr sei die Herbstdüngung nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die Stängelschädlinge und der Rapsglanzkäfer seien große Störer. Graml empfahl den Landwirten, den Dialog mit den Bienenzüchtern zu suchen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.