Pro Su-Ro blickt in die Zukunft
Motto: Wir sind die Stadt

Alle zwei Jahre belebt die Kompas-Messe den Dultplatz mit einer Fülle von Angeboten auf den Flächen rund um das große Zentralzelt. Bilder: Gebhardt (2)
Wirtschaft
Sulzbach-Rosenberg
11.01.2016
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Für pro Su-Ro zogen Walter Heldrich, Yvonne Rösel und Kurt von Klenck (von links) eine positive Bilanz der Aktivitäten. Auch heuer ist viel geplant.

Sie wirkt zwar zufrieden, hat aber noch jede Menge Verbesserungsvorschläge in der Tasche: Die Führung von pro Su-Ro blickt in ein interessantes Jahr 2016. Die große Familienmesse im Frühjahr am Dultplatz ist der Höhepunkt, aber auch im Herbst geht es rund: Dann kann man sogar nachts einkaufen.

Es rührt sich was im Geschäftsleben der Herzogstadt. Zu verdanken ist das in erster Linie den Aktivitäten des Wirtschafts- und Kulturforums pro Su-Ro. Die SRZ sprach mit Vorsitzendem Kurt von Klenck, seinem Stellvertreter Walter Heldrich und Schriftführerin Yvonne Rösel über Erreichtes und Geplantes.

SRZ: Herr von Klenck, wie stellt sich das Jahr 2015 aus Sicht Ihres Forums dar?

Klenck: Sehr erfolgreich. Angefangen von der Schulmesse über das Besenfest bis zum Weihnachtsmarkt haben sich unsere Aktivitäten gut angelassen. Besonders der Weihnachtsmarkt hat eine deutliche Aufwertung erfahren durch die Umgestaltung. Und die dort von uns veranstaltete Wunschbaum-Aktion brachte 100 Päckchen für das Ernst-Naegelsbach-Haus.

Was ist hier weiter geplant?

Heldrich: Wir werden auf jeden Fall an den bisherigen Stil anknüpfen, aber die neue Anordnung beibehalten. Mehr Vereins-Buden sollen das Angebot ausweiten, wir werden unsrere planerischen Hausaufgaben in jeder Hinsicht machen. Sicher ist: Der Standort Luitpoldplatz bleibt, er ist ideal. Zunächst gehen wir auch weiter von vier Wochenenden Dauer aus. Das Angebot wächst ständig, immer mehr Interessenten fragen an. Heuer kommt auch wieder ein Krippenbauer.

Machen Ihnen die anderen Märkte wie Annaberg, Rosenberg und Hochofen nicht arg Konkurrenz?

Klenck: Überhaupt nicht, im Gegenteil: Es ergeben sich sogar gute Synergie-Effekte. Die Leute besuchen oft gleichzeitig mehrere Märkte, da gibt es keine Probleme. Wir ergänzen uns eben.

Wie entwickelt sich denn das Sulzbach-Rosenberger "Stadtgeld", der Su-Ro-Einkaufsgutschein, der ja schon 2008 entstanden ist?

Rösel: Das läuft prima - insgesamt haben wir schon 30 000 Zehn-Euro-Gutscheine umgesetzt, zu diesen 300 000 Euro fließen immer noch regelmäßig 10 000 Euro pro Quartal dazu. Die Idee kommt gut an, ein prima Geschenk mit vielfältigem Nutzen.

Was ist der Auftakt für 2016?

Klenck: Die Schulmesse am 27. Februar im Autohaus Meister, eine Familienparty mit attraktivem Rahmenprogramm, Mitmach-Aktionen, Gewinnspiel und Fahrrad-Basar. Sie läuft von 10 bis 16 Uhr.

Die große Messe KOMPAS (Kommunale Messepartner Amberg-Sulzbach) im Frühjahr wirft ihre Schatten schon voraus. Auf was dürfen wir uns freuen?

Heldrich: Auf gut 70 Aussteller aus Handel, Handwerk und Gewerbe aus der Region. Der Dultplatz ist von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. April, komplett belegt. Im Zelt gibt es Verpflegung, Musik, Modenschauen, Kinderbelustigung. Draußen stellen vier Kraftfahrzeug-Händler aus, der Spielebus kommt und vieles mehr.

Der Schwerpunkt liegt heuer auf dem Thema Energie - viele Experten werden vor Ort beraten zu allen möglichen Themen. Auch im Zelt geht es rund: Schon am Donnerstag mit einem Abend von "Da Huawa, da Meier und i", am Samstag treten dann "Jack's Heroes" mit irischer Musik auf.

Für den Herbst ist eine Neuerung geplant, haben wir gehört?

Rösel: Das Besenfest am 23./24. September bekommt diesmal eine besondere Note: Die Einzelhändler kehren nicht nur ihre Läden aus und bieten Schnäppchen auf der Straße an, es läuft auch am Freitag, 23. September, eine "Nacht der offenen Türen" in der Innenstadt.

Die Synagoge, alle Museen, das Literaturarchiv werden abends öffnen, Veranstaltungen im Seidel-Saal, im Capitol und auf einer kleinen Stadtbühne sorgen für ein weiteres kulturelles Angebot, und dazu haben viele Geschäfte in der City erst um 22 Uhr Ladenschluss: Bummeln ohne Einkaufsstress ist also angesagt.

Das Rahmenprogramm gestalten wieder die Vereine?

Klenck: Genau, und die sind heuer auch aufgerufen, schon am Freitagabend aktiv zu werden, natürlich am Samstag beim Tag der Vereine ebenfalls. "Aus der Region, für die Region", dieser Grundsatz von pro Su-Ro gilt nicht nur beim Einkaufen, sondern auch in der Kultur.

Was ist sonst noch in Planung?

Heldrich: Das Branchenbuch, das den Gutscheinen beiliegt, wird überarbeitet und enthält dann nur noch Mitglieder-Betriebe oder angeschlossene Geschäfte.

Weiter gibt es ab Martini wieder den beliebten Fest-, Feiertags- und Ferienkalender der Stadt für die Brieftasche, und ab 24. November startet der 23. Weihnachtsmarkt: Klasse statt Masse, mit authentischem und regionalem Angebot. Für unsere Mitglieder bieten wir natürlich weiter die beliebten Firmenbesichtigungen und Stammtische an - das stärkt den Zusammenhalt.

Ihr Schlusswort, Herr Vorsitzender?

Klenck: Nun, nach all den bisherigen Aktivitäten lässt sich eines mit Gewissheit sagen: Aus dem früheren Nebeneinander von Stadt und pro Su-Ro ist allmählich ein Miteinander gewachsen. Die Kooperation wird immer besser, und auch wir wollen helfen, Probleme in der Stadt zu lösen - frei nach unserem Motto: Wir sind die Stadt - und jeder macht mit!
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